14 January 2026, 14:35

Satirisches Gedicht gegen Baerbock und Habeck löst Debatte im Auswärtigen Amt aus

Ein altes deutsches Magazin namens "Frauenwarte" mit einem Coverfoto eines lachenden Mannes und zweier Frauen und dem Text "Deutscher Weltkrieg II".

"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Satirisches Gedicht gegen Baerbock und Habeck löst Debatte im Auswärtigen Amt aus

Ein satirisches Gedicht, das sich gegen die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler Robert Habeck richtet, hat im Auswärtigen Amt für Aufsehen gesorgt. Der unter dem Titel 'Dreh die Heizung ab, zieh einen Pulli an' veröffentlichte Text erschien zunächst in der hausinternen Mitarbeiterzeitschrift InternAA, wurde jedoch später wieder entfernt.

Das unter dem Pseudonym SIGGIG verfasste Werk übt scharfe Kritik an der Politik der beiden Grünen-Politiker während ihrer Zeit in der Ampelkoalition. Zeilen wie 'Die Welt, feministisch nach Plan, soll gerettet sein – doch nicht alle lachten dazu' oder 'Glatte Reden, ohne Geschick, verloren die Menschen aus dem Blick' zielen direkt auf ihre Führungsstile ab. Mittlerweile wurde der Autor als Siegfried Geilhausen enttarnt, Stellvertreter des deutschen Generalkonsuls in Temeswar (Timișoara), Rumänien, der das Gedicht im Juni 2025 eingereicht hatte.

Beide Politiker schieden im September aus ihren Ämtern aus: Baerbock wechselte als Präsidentin zur UN-Generalversammlung, während Habeck seine Regierungsposition sowie sein Bundestagsmandat aufgab und später an ein dänisches Forschungsinstitut wechselte. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass InternAA redaktionell unabhängig agiere, entfernte das Gedicht jedoch aus der Digitalausgabe. An seiner Stelle findet sich nun ein Hinweis.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die innerministeriellen Spannungen bei der Darstellung ehemaliger Führungspersönlichkeiten. Die Löschung des Textes deutet auf interne Uneinigkeit über dessen Inhalt hin, auch wenn bisher keine weiteren offiziellen Konsequenzen bekannt wurden. Geilhausens Werk bleibt indes Gesprächsthema unter Mitarbeitenden und politischen Beobachtern.