Runder Tisch in Steinfurt weitet Kampf gegen alle Formen der Gewalt aus
Sophia KellerRunder Tisch in Steinfurt weitet Kampf gegen alle Formen der Gewalt aus
Ein etabliertes Netzwerk in Nordrhein-Westfalen weitet seinen Fokus aus, um mehr Formen von Gewalt zu bekämpfen. Ursprünglich als Runder Tisch gegen häusliche Gewalt Kreis Steinfurt bekannt, firmiert es nun unter dem Namen Runder Tisch gegen Gewalt Kreis Steinfurt. Die Umbenennung spiegelt die erweiterte Ausrichtung wider, die neben der weiterhin zentralen Bekämpfung von häuslicher Gewalt nun auch sexualisierte Gewalt und Schulgewalt einbezieht.
Das Netzwerk entstand als lokale Initiative gegen häusliche Gewalt. Im Laufe der Zeit weitete es seine Arbeit auf weitere drängende Themen aus, darunter sexualisierte Übergriffe und Vorfälle an Schulen. Diese Entwicklung führte zur neuen Bezeichnung, die ein stärkeres Engagement gegen verschiedene Gewaltformen signalisiert.
Auch die Mitgliederzahl ist deutlich gestiegen. Heute wirken über 50 Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen mit, darunter Mitarbeiter:innen aus der Prostitutionsausstiegsberatung, der Mathias-Spital-Klinik Rheine, der Jugendhilfe sowie mehreren Beratungsstellen. Zudem sind staatliche Institutionen wie die Kreisverwaltung, das Jobcenter und lokale Kommunen aktiv eingebunden.
Trotz des Wachstums des Netzwerks gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen darüber, wie viele weitere Städte oder Kreise in Nordrhein-Westfalen in den letzten fünf Jahren ähnliche Strukturen aufgebaut haben.
Der umbenannte Runde Tisch vereint nun mehr als 50 Expert:innen aus den Bereichen Gesundheit, Sozialwesen und Kommunalverwaltung. Gemeinsam richten sie ihr Augenmerk auf häusliche, sexualisierte und schulbezogene Gewalt. Zwar hat sich die Reichweite des Netzwerks vergrößert, doch mangels landesweiter Daten bleibt unklar, wie verbreitet vergleichbare Initiativen tatsächlich sind.






