Ruhm kostet Musiker fast fünf Lebensjahre – Studie enthüllt erschreckende Risiken
Sophia KellerRuhm kostet Musiker fast fünf Lebensjahre – Studie enthüllt erschreckende Risiken
Eine neue Studie zeigt: Ruhm verkürzt das Leben von Musikern im Schnitt um fast fünf Jahre. Forscher der Universität Witten/Herdecke verglichen berühmte Personen mit ihren weniger berühmten eineiigen Zwillingen, um den Einfluss des Prominentenstatus zu isolieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Berühmtheit das Risiko eines frühen Todes um ein Drittel erhöht – vergleichbar mit den Gefahren des Rauchens.
Das Forschungsteam nutzte die Zwillings-Kontroll-Methode, um genetische und Umweltfaktoren zu berücksichtigen. Durch den Vergleich berühmter Musiker mit ihren nicht prominenten Zwillingen konnte der Ruhm als entscheidende Variable identifiziert werden. Eine anschließende Cox-Regressionsanalyse ergab, dass Berühmtheit das Sterberisiko um 33 % steigert.
Die berühmten Personen in der Studie erreichten ein durchschnittliches Alter von 75,19 Jahren, während ihre weniger bekannten Zwillinge im Schnitt 79,75 Jahre alt wurden. Diese Differenz von 4,6 Jahren widerlegt die Vorstellung, dass Prominenz nur Vorteile mit sich bringt. Die Studie entkräftet zudem den Mythos des '27er-Clubs', der frühe Todesfälle mit einem bestimmten Alter in Verbindung bringt. Zwar starben Ikonen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Amy Winehouse mit 27 Jahren, doch das British Medical Journal hatte bereits zuvor festgestellt, dass es keinen statistischen Zusammenhang zwischen Ruhm und Todesfällen in diesem Alter gibt.
Die an der Fakultät für Gesundheit durchgeführte Untersuchung unterstreicht, dass nicht nur der Lebensstil, sondern der Ruhm selbst zu einer verkürzten Lebenserwartung beitragen könnte. Die Studie liefert klare Belege dafür, dass Berühmtheit die Lebenserwartung von Musikern verringert. Mit einer um 4,6 Jahre verkürzten durchschnittlichen Lebensspanne sind die Risiken mit denen des Rauchens vergleichbar. Diese Erkenntnisse könnten die Debatte über die langfristigen Auswirkungen der Promikultur neu prägen.