Rheinmetall-Chef macht aus Börsen-Crash einen Millionencoup
Rheinmetalls Aktie stürzte an einem „Schwarzen Montag“ um 27 Prozent ab – so nannten Händler den Tag, an dem die US-Zollpolitik die globalen Märkte erschütterte. Doch innerhalb weniger Tage verwandelte der Konzernchef die Krise in einen finanziellen Coup.
Der Kurssturz traf Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall besonders hart. Ihr Geschäft hängt von stabilen internationalen Handelsbeziehungen ab, die durch die Zölle massiv gestört drohten. Die Aktienkurse brachen ein, Milliarden an Marktwert verdampften im gesamten Sektor.
Noch am selben Tag griff Armin Papperger, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall, zu: Er erwarb 669 Aktien zu stark reduzierten Kursen zwischen 1.058 und 1.065 Euro pro Stück – insgesamt investierte er rund 710.000 Euro. Die Transaktion wurde in Finanzkreisen als kühne Wette auf eine Erholung diskutiert.
Bereits am folgenden Dienstag erholte sich der Kurs deutlich und kletterte auf etwa 1.300 Euro pro Aktie. Aus Pappergers Kauf wurde innerhalb eines einzigen Tages ein Buchgewinn von rund 160.000 Euro. In Online-Foren wurde sein Timing als Schulbeispiel für das „Kaufen im Abschwung“ gefeiert.
Der CEO hatte bereits im März strategische Weitsicht bewiesen: Damals forderte er den Dialog mit Donald Trump, um die transatlantischen Beziehungen zu schützen. Diese Haltung unterstrich, wie sehr die Zölle Rheinmetalls globale Geschäfte gefährdeten.
Trotz des Einbruchs hatte die Rheinmetall-Aktie seit Jahresbeginn bereits etwa 117 Prozent zugelegt. Die rasche Erholung stärkte das Vertrauen in die langfristigen Aussichten des Konzerns. Pappergers gut getimte Investition signalisierte Zuversicht – und zeigte zugleich, wie schnell sich Märkte in Handelskonflikten drehen können. Vorerst hat sich sein Risiko jedenfalls ausgezahlt.






