Rhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch Aufklärung bei Tötungsdelikten sinkt
Clara KrausRhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch Aufklärung bei Tötungsdelikten sinkt
Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss sinkt zum dritten Mal in Folge
Im Rhein-Kreis Neuss sind die Kriminalitätszahlen zum dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Im Jahr 2025 registrierte der Kreis 28.790 Straftaten – nach 30.954 im Vorjahr. Landrätin Katharina Reinhold betonte, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Delikte aufgeklärt wurden. Die Aufklärungsquote lag bei 53,7 Prozent und entsprach damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.
Diebstahlsdelikte machten mit 40,2 Prozent den größten Anteil der Straftaten im Kreis aus. Allein in Meerbusch entfielen 39,5 Prozent der gemeldeten Fälle auf Diebstahl, gefolgt von anderen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und Gewaltdelikten. Trotz des allgemeinen Rückgangs sank die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten auf 70,6 Prozent – nach 93,8 Prozent im Jahr 2024.
Im Jahr 2025 gab es im Kreis 17 Tötungsdelikte, darunter elf versuchte Morde. Konkrete Angaben zu aufgeklärten Morden im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität oder Serienstraftaten wurden nicht veröffentlicht. Landesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 508 Morde und Totschläge, doch eine regionale Aufschlüsselung dieser Kategorie liegt nicht vor.
Spezialeinsatzkommissionen (EK) spielten eine zentrale Rolle bei der Aufklärung schwerwiegender Fälle, etwa die EK Asia und die EK Debit. Unterdessen blieb die Aufklärungsquote in Meerbusch mit 44,5 Prozent nahezu unverändert – obwohl die Stadt 2.376 Straftaten meldete, was den dritten Rückgang in Folge bedeutet.
Die Kriminalstatistik des Kreises zeigt einen stetigen Rückgang der Gesamtfallzahlen, wobei Diebstahl weiterhin die häufigste Straftat bleibt. Die Ermittler hielten eine hohe Aufklärungsquote, doch bei Tötungsdelikten gab es einen spürbaren Rückgang. Die Behörden setzen weiterhin auf gezielte Sonderkommissionen, um komplexe Fälle zu bearbeiten.