Revolutionäre Batterieforschung: 20.000 Volt könnten die Energiewende beschleunigen
Clara KrausRevolutionäre Batterieforschung: 20.000 Volt könnten die Energiewende beschleunigen
Neues Forschungsprojekt in Deutschland testet radikale Steigerung der Batteriespannung
Die Initiative KV BATT erprobt ein Verfahren, um die Effizienz von Batterien durch eine zehnfache oder noch höhere Volt-Steigerung deutlich zu steigern. Noch in diesem Jahr beginnen in Ense Praxistests, bei denen herkömmliche 1000-Volt-Systeme mit deutlich höheren Volt-Werten zwischen 10.000 und 20.000 Volt verglichen werden.
Das Projektteam hat eine modulare Batterieeinheit entwickelt, die ohne aktive Kühlung auskommt. Dadurch wird das System kompakter als herkömmliche Lösungen. Die Forscher versprechen sich zudem eine längere Lebensdauer der Batterien und einen geringeren internen Energieverbrauch.
Höhere Volt-Spannungen verringern die Stromstärke, was den Widerstand senkt und die Effizienz verbessert. Derzeit bereitet das Team einen Feldversuch in Ense vor, um diese Effekte zu messen. Dabei wird auch untersucht, wie sich die hohe Volt-Spannung langfristig auf das Zellbalancing auswirkt. Für die Technologie wurde bereits ein europäisches Patent angemeldet. Die Gruppe ist überzeugt, dass ihr Ansatz die Batteriespeicherung revolutionieren könnte – bisher wurden jedoch noch keine kooperierenden Partei-Unternehmen genannt.
Der Real-Labor-Test soll belastbare Daten zu Leistung und Langlebigkeit liefern. Bei Erfolg könnte das Hochspannungsdesign den Weg zu effizienteren und langlebigeren Batteriesystemen ebnen. Die nächsten Schritte des Projekts hängen von den Ergebnissen aus Ense ab.