Remscheid erklärt nächtlichen Tuning-Treffen in Lennep den Kampf
Remscheid verschärft Regeln gegen nächtliche Tuning-Treffen im Stadtteil Lennep
Die Stadt Remscheid will mit strengeren Vorschriften gegen spätabendliche Zusammenkünfte von getunten Autos im Stadtteil Lennep vorgehen. Geplant ist die Einführung eines "Platzverweises" auf öffentlichen Parkplätzen, der sich gezielt gegen die sogenannte Poser-Szene richtet. Über den Antrag soll der Rat am Donnerstag abstimmen.
Hintergrund sind Gruppen von bis zu 40 modifizierten Fahrzeugen, die sich regelmäßig am späten Abend versammeln und dabei Anwohner durch Lärm und Rücksichtslosigkeit belästigen. Es ist bereits der zweite Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen – vor drei Jahren war ein ähnlicher Vorstoß am Widerstand des Rates gescheitert.
Um die Durchsetzung der Regeln zu erleichtern, hat die Verwaltung Gespräche mit Betreibern privater Parkplätze geführt. Diese erhalten künftig eine direkte Leitungsverbindung zur Polizei, um Verstöße schneller melden und eigene Platzverbote durchsetzen zu können. Falls der neue Erlass verabschiedet wird, sind Versammlungen auf öffentlichen Parkplätzen verboten – bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke kündigte zusätzliche Maßnahmen an, um nächtlichen Lärm zu reduzieren. Dazu gehören der Einbau von Bodenschwellen und "schlafenden Polizisten" auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden.
Ziel der geplanten Änderungen ist es, die Störungen durch nächtliche Autotreffen einzudämmen. Bei einer Zustimmung gilt das Verbot auf öffentlichen Parkplätzen, Verstöße werden mit Geldstrafen geahndet. Betreiber privater Flächen erhalten zudem künftig schneller polizeiliche Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Hausordnungen.






