29 March 2026, 16:16

Rekord-Militäretats: Wie Deutschland und die USA die globale Aufrüstung vorantreiben

Ein Buchumschlag mit Militärfahrzeugen (einem Panzer und Jeeps) und einem Text darüber, der ein Kriegsmotiv suggeriert.

Rekord-Militäretats: Wie Deutschland und die USA die globale Aufrüstung vorantreiben

Militäretats steigen weltweit stark an – Deutschland und USA treiben die Aufrüstung voran

Die Militärhaushalte klettern global in bisher unbekannte Höhen, wobei führende Volkswirtschaften Rekordsummen in die Verteidigung investieren. Deutschland hat für 2026 eine Erhöhung um 45 Prozent beschlossen, während die USA ihre Ausgaben im kommenden Jahr auf knapp eine Billion Dollar steigern wollen. Diese Entwicklungen verändern die Rüstungsbranche grundlegend – Unternehmen wie Rheinmetall und Lockheed Martin profitieren von der wachsenden Nachfrage.

Der deutsche Verteidigungsetat ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Für 2025 belaufen sich die Ausgaben auf 88,5 Milliarden Dollar – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2023 und ein Anstieg um 89 Prozent seit 2015. Der Haushalt für 2026 liegt nun bei 129 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 45 Prozent innerhalb nur eines Jahres entspricht. Bis 2030 strebt das Land jährliche Verteidigungsausgaben von 180 Milliarden Dollar an.

Die erhöhten Mittel kommen bereits der deutschen Rüstungsindustrie zugute. Rheinmetall verzeichnete im dritten Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die operative Marge verbesserte sich um 0,7 Punkte auf 12,9 Prozent. Der Auftragsbestand des Unternehmens stieg im selben Quartal um 23 Prozent, während der bereinigte Gewinn pro Aktie in den ersten neun Monaten 2025 um fast 42 Prozent im Jahresvergleich kletterte.

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Rheinmetalls Wachstum wird zudem durch internationale Aufträge befeuert. Ungarn bestellte 2023 insgesamt 218 Schützenpanzer vom Typ Lynx KF41, deren Produktion mittlerweile vor Ort läuft. Italien zog 2025 nach und unterzeichnete einen Rahmenvertrag über bis zu 1.050 Lynx-Einheiten, wobei die ersten Lieferungen bereits erfolgt sind. Diese Verträge unterstreichen die wachsende Rolle des Unternehmens auf dem europäischen Rüstungsmarkt.

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks steigen die Militärausgaben rasant. Der US-Haushalt für 2026 ist mit knapp einer Billion Dollar veranschlagt; unter den Plänen von Präsident Trump soll er bis 2027 auf 1,5 Billionen Dollar anwachsen. Dieser Boom eröffnet große Chancen für Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, das nach wie vor zu den weltweit führenden Akteuren der Branche zählt.

Rüstungsindustrie im Umbruch: Deutsche und US-Firmen als Hauptprofiteure

Die rasante Zunahme der Militärbudgets verändert die Verteidigungsbranche nachhaltig. Die deutschen Ausgabensteigerungen stärken Unternehmen wie Rheinmetall, das bereits jetzt Rekordaufträge und -gewinne verzeichnet. Gleichzeitig deuten die ehrgeizigen US-Pläne auf eine anhaltende Expansion amerikanischer Rüstungskonzerne hin. Der Trend lässt auf eine längerfristige Phase erhöhten Investitionsvolumens in globale Verteidigungskapazitäten schließen.

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