21 February 2026, 06:19

Regierungsflüge in der Kritik: 700 Leerflüge und 488 Passagiertransporte in acht Monaten

Ein Flugzeug im Flug vor einem klaren Himmel.

Regierungsflüge in der Kritik: 700 Leerflüge und 488 Passagiertransporte in acht Monaten

Ein neuer Bericht wirft ein Schlaglicht auf die starke Abhängigkeit der deutschen Regierung von ihrer Lufttransportstaffel: Zwischen Mai und Dezember 2025 wurden fast 500 Passagierflüge verzeichnet. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch kritisierte die hohe Zahl an Flügen – insbesondere die 700 sogenannten "Leerflüge", die im selben Zeitraum dokumentiert wurden.

Laut Verteidigungsministerium fanden 488 Flüge mit Mitgliedern der Bundesregierung oder dem Bundespräsidenten statt. Hinzu kamen 700 weitere "Positionsflüge", die für Schulungen, die Verlegung von Maschinen oder Weiterbildungszwecke genutzt wurden. Bartsch hinterfragte das Missverhältnis zwischen Leerflügen und tatsächlichen Passagiertransporten und forderte eine Rechtfertigung für die hohe Zahl.

Mit 106 Flügen führte das Bundeskanzleramt die Statistik an, gefolgt vom Auswärtigen Amt mit 96 und dem Bundespräsidialamt mit 66 Flügen. Das Landwirtschaftsministerium nutzte den Service am wenigsten und buchte lediglich zwei Flüge.

Bartsch schlug vor, Kosten zu sparen, indem wo möglich auf Linienflüge oder die Bahn ausgewichen wird. Zudem bezeichnete er den weiterhin in Köln stationierten Standort der Lufttransportstaffel als "teuren strukturellen Fehler", der behoben werden müsse.

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In dem Bericht fehlten Angaben zu Flügen, die von Bundesministern der CDU/CSU-Fraktion im selben Zeitraum genutzt wurden. Angesichts von 488 Passagierflügen und 700 Leerflügen bleibt der Regierungs-Luftverkehr weiter in der Kritik. Bartschs Vorschläge könnten eine Überprüfung der aktuellen Reisebestimmungen anstoßen.