08 May 2026, 20:13

Recklinghausen diskutiert Radikalisierungsprävention bei Sonderkonferenz zu Extremismus und Hass im Netz

Polizeibeamte in schwarzen Uniformen und Masken stehen vor einer Menge während einer Demonstration, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund.

Recklinghausen diskutiert Radikalisierungsprävention bei Sonderkonferenz zu Extremismus und Hass im Netz

Sonderkonferenz zu Radikalisierungsprävention und Extremismus in Recklinghausen

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Am 21. Januar 2025 fand in Recklinghausen eine besondere Fachtagung zum Thema Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus statt. Veranstaltet von der örtlichen Polizei und den Schulberatungsdiensten lag der Fokus auf dem Schutz junger Menschen vor Hass im Netz und extremistischen Einflüssen. Beamte, Pädagogen, Bürgermeister und Vertreter aus Behörden kamen zusammen, um praktische Lösungsansätze für Schulen und die Strafverfolgungsbehörden zu erörtern.

Die unter dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ stehende Veranstaltung vereinte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen eröffnete die Konferenz mit einem Appell für eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Behörden. Sie betonte die gemeinsame Verantwortung bei der Bekämpfung von Hassrede und der extremistischen Anwerbung im Internet.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, ein führender Experte für islamische Religionspädagogik, hielt den Hauptvortrag. Als Direktor des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster und Mitglied der bundesweiten Taskforce zur Islamismusprävention analysierte er, wie sich extremistische Narrative auf Plattformen wie TikTok verbreiten. Zudem ging er auf die Ursachen von Radikalisierung ein und zeigte Wege auf, schädlichen Ideologien entgegenzuwirken.

Anschließend teilten sich die Teilnehmer in Kleingruppen auf, um Präventionsstrategien zu entwickeln. Katharina Große-Westermann von der Schulberatungsstelle Bottrop wies auf ein zentrales Problem hin: das Fehlen attraktiver Alternativen zu hasserfüllten Online-Inhalten. Sie forderte bessere Medienkompetenzprogramme, die junge Menschen darin unterstützen, das im Netz Encounterte kritisch zu hinterfragen.

Marisa Roth, Vertreterin der Schulberatungsstelle Recklinghausen, stellte bestehende Unterstützungsangebote für Lehrkräfte vor. Dazu zählen Fortbildungen sowie individuelle Beratungen zur Bewältigung konkreter Fälle. Ziel der Diskussionen war es, klarere Methoden für Schulen zu erarbeiten, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt einzugreifen.

Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Präventionsarbeit zu intensivieren. Schulen und Polizei vereinbarten, Schulungen und Ressourcen zum Erkennen und Entgegentreten extremistischer Einflüsse auszubauen. Die erarbeiteten Strategien sollen nun auf ihre Umsetzung in der lokalen Bildungs- und Sicherheitspolitik geprüft werden.

Quelle