Rassistischer Überfall an Soester Bahnstation: Polizei fahndet nach brutalem Täter
Clara KrausRassistischer Überfall an Soester Bahnstation: Polizei fahndet nach brutalem Täter
Rassistischer Angriff auf 23-Jährigen an der Bahnstation Soest – Polizei sucht Zeugen
Ein 23-jähriger Mann mit guineischen Wurzeln ist am Sonntagnachmittag, dem 21. Dezember, an der Bahnstation Soest rassistisch beschimpft und brutal angegriffen worden. Da der Täter weiterhin flüchtig ist, hat die Polizei einen Zeugenaufruf gestartet.
Der Angriff begann, als der Angreifer – der auf einem E-Scooter unterwegs war – das Opfer ohne Vorwarnung ansprach. Er beleidigte den Mann rassistisch, stieß ihn zu Boden, spuckte ihn an und trat und schlug wiederholt auf ihn ein. Augenzeugen gaben später an, der Verdächtige heiße Julian.
Der Täter wird als etwa 30 Jahre alt beschrieben, mit europäischem Erscheinungsbild, dunkler Kleidung und akzentfreiem Deutsch. Nach der Tat flüchtete er zunächst, kehrte jedoch zurück, um einen eingreifenden Zeugen verbal anzugreifen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Ein solcher Vorfall ist in Soest kein Einzelfall: In den vergangenen fünf Jahren hat es wiederholt rassistisch motivierte Gewalt und öffentliche Übergriffe gegeben. Die Behörden reagierten bisher mit verstärkten Streifen in Gefahrenzonen, Schulungen zu Hasskriminalität und Kooperationen mit Antidiskriminierungsinitiativen für Aufklärungskampagnen.
Das Opfer, das sowohl körperliche als auch verbale Angriffe erlebte, erhält derzeit Unterstützung, während die Fahndung nach dem Täter weiterläuft. Die Ermittler werten Überwachungsvideos aus und verfolgen Spuren. Wer sachdienliche Hinweise zum Vorfall hat, wird gebeten, sich umgehend bei der Polizei Soest zu melden.






