PSA-Test wird neue Standardmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs
Clara KrausWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - PSA-Test wird neue Standardmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs
Neue Leitlinien empfehlen PSA-Test als Hauptmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs
Die aktualisierten Richtlinien stufen den PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) nun als primäre Methode zur Erkennung von Prostatakrebs ein und ersetzen damit die bisher bevorzugte körperliche Untersuchung. Ärzte raten Männern, ab Mitte 40 mit den Tests zu beginnen, um das persönliche Risiko einzuschätzen und den Turnus für Folgeuntersuchungen festzulegen.
Hintergrund der Änderung ist die Verbesserung der Früherkennung, da Prostatakrebs nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die zweit tödlichste ist. Dennoch nehmen nur wenige Männer regelmäßig urologische Vorsorgeuntersuchungen wahr – oft aus Unbehagen oder mangelnder Routine.
Laut den neuen Empfehlungen sollten Männer ihren ersten PSA-Test zwischen dem 45. und 49. Lebensjahr durchführen lassen. Das Ergebnis dient als Referenzwert und bestimmt, wie oft Nachfolgeuntersuchungen nötig sind: Bei Werten von 1,5 oder darunter genügt eine Kontrolle alle fünf Jahre, bei Werten zwischen 1,5 und 3 alle zwei Jahre. Ergebnisse über 3 erfordern eine weitere Abklärung.
Ein rascher Anstieg des PSA-Werts kann ebenfalls auf Prostatakrebs hindeuten. Doch nicht nur die Prostata ist betroffen: Auch in anderen Teilen des Harntrakts, etwa in Blase, Nieren oder Hoden, können Tumore entstehen, die oft lange symptomlos bleiben. Regelmäßige Screenings sind daher umso wichtiger.
Trotz der Risiken suchen nur 17 Prozent der Männer regelmäßig einen Urologen auf. Viele meiden die Untersuchungen aus Scham oder schlicht wegen Zeitmangels. Gesundheitsexperten betonen, dass Routinechecks Krebs im Frühstadium erkennen können, wenn die Behandlung am erfolgreichsten ist.
Der Wechsel zur PSA-basierten Vorsorge zielt darauf ab, Spätdiagnosen zu reduzieren und die Überlebenschancen zu erhöhen. Männer werden nun aufgefordert, bereits ab 40 mit den Tests zu beginnen und die empfohlenen Intervalle einzuhalten. Angesichts der hohen Verbreitung von Prostatakrebs könnte eine breitere Akzeptanz regelmäßiger Kontrollen zu früherer Behandlung und besseren Heilungschancen führen.






