03 April 2026, 16:19

Protest in Dortmund: Aktivisten fordern Ende der Sozialkürzungen und mehr Solidarität

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung in Not zeigt, mit Text oben und unten.

Protest in Dortmund: Aktivisten fordern Ende der Sozialkürzungen und mehr Solidarität

Protest vor dem Dortmunder Jobcenter: Solidarität statt Zwangsarbeit

Diese Woche fand vor dem Dortmunder Jobcenter eine Demonstration statt, um auf die Notlage arbeitsloser Bewohnerinnen und Bewohner aufmerksam zu machen. Organisiert vom Hartz Café Dortmund forderte die Veranstaltung mehr Solidarität und bessere Unterstützung für von Armut Betroffene. Unter dem Motto "Solidarität statt Zwangsarbeit" protestierten Aktivistinnen und Aktivisten gegen die jüngsten Kürzungen bei Sozialleistungen.

Ziel der Kundgebung war es, die prekären Lebensbedingungen von Leistungsbeziehenden in den Fokus zu rücken. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten Sorgen über steigende Mieten, hohe Kinderbetreuungskosten und die drohende Obdachlosigkeit. Luca und Alexander, beide ehrenamtlich im Hartz Café tätig, betonten, dass diese Probleme immer mehr Menschen in existenzielle Krisen trieben.

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Die Anwältin und Sozialberaterin Steffi Eulitz kritisierte Pläne für pauschale Wohnkostenzuschüsse. Solche Maßnahmen würden die tatsächlichen Mietkosten nicht abdecken und die Bedürfnisse besonders schutzbedürftiger Gruppen ignorieren – darunter Suchtkranke, ältere Menschen und chronisch Kranke. Eulitz wies zudem darauf hin, dass Obdachlosigkeit ein drängendes, aber oft vernachlässigtes Problem bleibe.

Christopher Davis, Sekretär der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU, warnte, dass verschärfte Sozialgesetze nicht nur Arbeitslose, sondern die gesamte erwerbstätige Bevölkerung treffen würden. Er rief dazu auf, sich zu organisieren und weiteren Kürzungen Widerstand entgegenzusetzen. Die Veranstalter forderten höhere Bürgereinkommen, vereinfachte Leistungsverfahren, gerechtere Wohnkosten sowie besseren Zugang zu Bildung und Selbstorganisation.

Der Protest setzte die lokalen Behörden unter Druck, ihre Sozialpolitik gegenüber Arbeitslosen zu überdenken. Zu den Reformforderungen gehörten mehr Respekt für Leistungsbeziehende und konkrete Hilfen für von Obdachlosigkeit Bedrohte. Das Hartz Café Dortmund kündigte an, sich auch in den kommenden Monaten weiter für strukturelle Veränderungen einzusetzen.

Quelle