PPWR 2030: Warum viele Unternehmen bei der EU-Verpackungsverordnung noch im Rückstand sind
Ella KrausPPWR 2030: Warum viele Unternehmen bei der EU-Verpackungsverordnung noch im Rückstand sind
Fachpack 2025: EU-Verpackungsverordnung (PPWR) stellt Unternehmen vor große Herausforderungen
Die anstehende Fachpack, die vom 23. September 2025 an ihre Tore öffnet, rückt die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in den Fokus. Die Regelungen, die bis 2030 rechtlich verbindlich werden sollen, werden die Art und Weise verändern, wie Hersteller, Händler und Logistikunternehmen mit Verpackungen umgehen. Doch viele Betriebe tun sich schwer mit der Vorbereitung – aktuelle Studien zeigen eine klaffende Lücke zwischen Selbstwahrnehmung und Realität.
Eine aktuelle Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg ergab, dass fast die Hälfte der Unternehmen glaubt, weiter bei der Umsetzung der PPWR zu sein, als es tatsächlich der Fall ist. In der Praxis erfüllt derzeit nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Anforderungen der Verordnung. Betriebe mit fundiertem Wissen über die Regelungen erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent, während weniger informierte Unternehmen bei nur 36 Prozent liegen.
Mehr Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit – das sind die zentralen Ziele der PPWR. Doch die Unternehmen sehen sich mit erheblichen Hürden konfrontiert: der Zeitaufwand für Anpassungen, Zweifel an der Machbarkeit und Sorgen über die Kosten. Über 70 Prozent fordern klarere, schrittweise Anleitungen, um die Vorgaben einhalten zu können.
Trotz der Herausforderungen könnten frühe Vorreiter einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Die Frist bis 2030 lässt Spielraum für Anpassungen – doch Experten warnen: Wer zu lange zögert, riskiert verpasste Chancen.
Die Fachpack bietet Unternehmen eine Plattform, um Lösungsansätze zu diskutieren und Best Practices auszutauschen. Da die meisten Betriebe noch unvorbereitet sind, wächst der Druck, die Wissenslücken zu schließen, bevor die PPWR voll greift. Wer jetzt handelt, kann aus der Pflicht eine Chance machen – wer abwartet, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.






