Pflegezentrum Holten übernimmt CarePlus-Kunden in Oberhausen und Duisburg
Ella KrausPflegezentrum Holten übernimmt CarePlus-Kunden in Oberhausen und Duisburg
Die CarePlus GbR in Oberhausen hat ihren ambulanten Pflegedienst an das Pflegezentrum Holten übergeben. Die Übergabe erfolgt im Zuge des Ruhestands der CarePlus-Gesellschafter und betrifft Hunderte ältere Kundinnen und Kunden. Ab dem 1. Oktober übernimmt der neue Träger die Verantwortung für deren Pflegebedarf.
Von der Umstellung sind über 600 pflegebedürftige Menschen betroffen. Mehr als 500 von ihnen erhalten weiterhin häusliche Pflege, während rund 150 "Beratungskunden" den Service wie bisher in Anspruch nehmen können. Zudem wechseln 90 weitere Pflegeempfänger, die zuvor von CarePlus betreut wurden, zum Pflegezentrum Holten.
Auch die Seniorenwohnanlage in Duisburg, die bisher von CarePLUS geführt wurde, ist Teil der Übernahme. Das Pflegezentrum Holten, betrieben von der Lucial Holding GmbH & Co. KG, wird künftig die gesetzlich vorgeschriebene Pflegebestätigung nach § 37 Abs. 3 SGB XI ohne zusätzliche Kosten erbringen. Das Unternehmen unterhält fünf Standorte und zählt zu den bedeutenden Akteuren im privaten Pflegesektor Deutschlands.
Bundesweit nutzen etwa 1,6 Millionen Menschen ambulante Pflegedienste. Private Anbieter wie das Pflegezentrum Holten dominieren den Markt – sie stellen über 90 Prozent der Einzelanbieter unter rund 16.500 Pflegeunternehmen. Die Zahlen basieren auf offiziellen Erhebungen des Bundesgesundheitsmonitorings, wobei detaillierte Aufschlüsselungen des Privatsektors weitere Daten erfordern.
Trotz des reibungslosen Übergangs könnten Angehörige weiterhin vor Herausforderungen stehen, da die Unterstützungsmöglichkeiten begrenzt bleiben. Die Übernahme selbst löst jedoch nicht die grundsätzlichen Probleme der Altenpflegeplanung in den Kommunen.
Die Umstellung sichert zwar die Kontinuität der Versorgung für Hunderte ältere Kundinnen und Kunden unter dem Dach des Pflegezentrums Holten. Kostenlose rechtliche Dokumentation und laufende Beratung sollen den Wechsel erleichtern. Doch die übergeordneten strukturellen Defizite in der kommunalen Pflegeplanung bleiben durch diesen Schritt ungelöst.






