16 March 2026, 02:12

Pfadfinder sammeln mit Fallout-Idee über eine Tonne Flaschendeckel für Jugendprojekte

Ein Metallmüllcontainer voller Flaschen, Tüten und diverser anderer Gegenstände.

Pfadfinder sammeln mit Fallout-Idee über eine Tonne Flaschendeckel für Jugendprojekte

Pfadfindergruppen in ganz Deutschland sammeln mit kreativen Recycling-Ideen Spenden

In Willich hat die St.-Katharina-Gruppe aus Flaschendeckeln eine innovative Spendenaktion gemacht – inspiriert von einem beliebten Videospiel. Bereits mehr als eine Tonne Deckel wurden recycelt, wobei gleichzeitig lokale Jugendprojekte unterstützt werden.

Die Idee entstand vor zwei Jahren während eines Pfadfinderlagers auf der niederländischen Insel Ameland. Die Gruppe beschloss, Flaschendeckel zu sammeln – eine spielerische Anlehnung an die Fallout-Spieleserie, in der sie als Währung dienen. Mittlerweile ist daraus eine stadtweite Kampagne geworden, die von örtlichen Bars und Restaurants unterstützt wird.

Doch die Pfadfinder sammeln nicht nur Deckel: Auch Metallschrott und Müll aus der Umwelt werden eingesammelt und an einen Schrotthandel in Neuss verkauft. Die Einnahmen fließen direkt in ihre Jugendarbeit. Wer mithelfen möchte, kann sich unter [email protected] oder 0157 39610354 melden.

Willich ist nicht der einzige Ort mit solchen Initiativen. In Berlin sammelt die Pfadfindergruppe Sankt Georg über Sammelboxen und öffentliche Aufrufe Pfandflaschen. Andere Gruppen wie Umweltvereine oder Obdachlosenhilfen arbeiten mit Recyclinghöfen zusammen oder organisieren Spenden über Apps. Wie viele ähnliche Projekte es bundesweit gibt, ist jedoch nicht offiziell erfasst – Stand März 2026.

Die Deckel-Aktion der St.-Katharina-Gruppe zeigt, wie praktisch und beliebt solche Projekte sein können. Durch das Recycling von über einer Tonne Deckeln sicherten sie nicht nur Finanzmittel für ihre Programme, sondern reduzierten auch Abfall. Gleichzeitig wird deutlich, welchen spürbaren Unterschied kleine Initiativen in lokalen Gemeinschaften bewirken können.

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