23 February 2026, 12:30

NRW-Unternehmen setzen auf KI und Kreislaufwirtschaft trotz wirtschaftlicher Hürden

Eine Zeichnung einer Fabrik mit einer gro├čen zentralen Maschine, umgeben von verschiedenen Ger├Ąten, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenleuchten.

NRW-Unternehmen setzen auf KI und Kreislaufwirtschaft trotz wirtschaftlicher Hürden

Unternehmen in Nordrhein-Westfalen setzen zunehmend auf KI und Kreislaufwirtschaft, um Effizienz zu steigern und die Umweltbelastung zu verringern. Eine aktuelle Umfrage der IHK NRW zeigt, dass bereits zwei Drittel der Betriebe in der Region künstliche Intelligenz einsetzen, während andere nachhaltige Produktionsmethoden erforschen. Doch trotz Fortschritten kämpfen viele weiterhin mit der Finanzierung dieser Umstellungen – besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die Heismann Drehtechnik, ein seit über hundert Jahren bestehender Familienbetrieb in Velbert, nutzt KI, um die Herstellung hochpräziser Bauteile zu optimieren. Die Technologie hilft, Fehler zu reduzieren, den Energieverbrauch zu senken und Abfall zu vermeiden – und unterstützt so das Ziel des Unternehmens, klimaneutral zu produzieren. Die Geschäftsführung sieht diese Investition als entscheidend an, um im sich wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

In Frechen hat das Unternehmen ESK-SIC eine Pilotanlage in Betrieb genommen, die Siliziumkarbid aus alten Produkten zurückgewinnt. Dieser kreislaufwirtschaftliche Ansatz spart im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zwei Drittel des Stromverbrauchs ein und reduziert die CO₂-Emissionen um 20 Prozent. Das Projekt zeigt, wie Ressourceneffizienz und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.

Weitere Initiativen in der Region umfassen einen Fahrradreifen aus recycelten Materialien, ein Rücknahmesystem in einer Kleiderbügel-Fabrik und emissionsarme Prozesse in einer Eisengießerei. Die Effizienz-Agentur NRW verzeichnete im vergangenen Jahr über 300 Anfragen von Unternehmen, die Beratung zu Kreislaufwirtschaftsstrategien suchten. Doch die wirtschaftliche Lage zwingt viele Betriebe, das Überleben vor langfristige Nachhaltigkeitsinvestitionen zu stellen.

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Obwohl der Wandel hin zu klimaneutraler Produktion bereits im Gange ist, räumen Branchenexperten ein, dass eine flächendeckende Umsetzung noch in weiter Ferne liegt. Die IHK-NRW-Umfrage ergab, dass es keine klaren Daten darüber gibt, wie viele Unternehmen Kreislaufwirtschaftsprojekte über das einfache Materialrecycling hinaus vollständig umgesetzt haben.

Der Trend zu KI und nachhaltigen Praktiken gewinnt in Nordrhein-Westfalen an Fahrt – mit Vorreitern wie Heismann und ESK-SIC, die mit gutem Beispiel vorangehen. Dennoch bremsen wirtschaftliche Zwänge die breitere Transformation aus. Der aktuelle Stand in der Region spiegelt eine Mischung aus Innovation und Zurückhaltung wider, während Unternehmen kurzfristige Notwendigkeiten mit langfristigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen müssen.