NRW und Bahn starten Milliarden-Offensive gegen marode Gleise und Verspätungen
Sophia KellerNRW und Bahn starten Milliarden-Offensive gegen marode Gleise und Verspätungen
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn wollen das marode Schienennetz des Landes sanieren. Verspätungen und Zugausfälle sind an der Tagesordnung – im vergangenen Jahr fuhr jeder vierte Zug nicht pünktlich. Nun planen beide Seiten umfangreiche Modernisierungen, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen und wichtige Strecken auszubauen.
Das Bahnnetz in NRW ist in schlechterem Zustand als in den meisten anderen Bundesländern. Marode Gleise, veraltete Signaltechnik und ein Mangel an Lokführern führen immer wieder zu erheblichen Störungen. Im vergangenen Jahr fiel jeder sechste Zug aus, und die Pünktlichkeit sank dramatisch.
Ein neues Kooperationsabkommen soll die Wende bringen. Bereits im Februar beginnen die ersten großen Baumaßnahmen auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. In den kommenden Jahren folgen Modernisierungen auf stark frequentierten Verbindungen wie Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz und Aachen–Köln.
Doch es geht nicht nur um Reparaturen: Die Partnerschaft hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Dazu gehören ein modernisierter Bahnhof und eine direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung von Köln nach London. Beide Seiten betonen, wie wichtig eine bessere Abstimmung ist, um künftige Verspätungen zu vermeiden und den Service für Fahrgäste zu verbessern.
Die Umbaumaßnahmen werden Jahre dauern, doch die ersten Arbeiten starten bald. Gelingen die Veränderungen, sollten Zugausfälle seltener werden und die Züge zuverlässiger fahren. Bis dahin müssen Pendler in NRW jedoch mit anhaltenden Einschränkungen leben, während das Netz schrittweise modernisiert wird.






