14 January 2026, 14:39

NRW schließt alle Schulen wegen Glatteis – Kritik an kurzfristiger Entscheidung

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Westfalen, das auf einer schwarzen Oberfläche liegt.

NRW schließt alle Schulen wegen Glatteis – Kritik an kurzfristiger Entscheidung

Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen am Montag wegen Glätte geschlossen

Aufgrund vereister Straßen und gefährlichen Verkehrsverhältnisse blieben am Montag in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) die Schulen geschlossen. Bildungsministerin Dorothee Feller ordnete den Wechsel zum Distanzunterricht an und berief sich dabei auf extreme Wetterwarnungen. Die Maßnahme sollte vor allem die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg gewährleisten – doch sie stieß auf Kritik aus verschiedenen Lagern.

Feller kündigte die Schließungen frühzeitig an, um Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schülern Zeit zur Vorbereitung zu geben. Sie betonte, dass der Schutz der Kinder auf glatten Straßen absolute Priorität habe. Der Schritt folgte Warnungen vor flächendeckend gefährlichen Bedingungen im gesamten Bundesland.

Während die SPD die Entscheidung grundsätzlich unterstützte, hinterfragte sie, warum die Ankündigung so spät erfolgte. Eine frühere Bekanntgabe hätte demnach letzte-minute-Verwirrungen vermeiden können. Die FDP lehnte die Schließungen hingegen komplett ab und plädierte für weniger radikale Lösungen. Auch von Eltern und Lehrkräften gab es Vorbehalte: Der Landeselternverband Grundschule kritisierte die fehlende Vorabinformation über mögliche Schulausfälle. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wies auf Ungereimtheiten beim Distanzunterricht und unzureichende Unterstützung für das Lehrpersonal während des Übergangs hin.

Von den Schließungen betroffen waren am Montag sämtliche Präsenzveranstaltungen, sodass Familien und Schulen kurzfristig umdisponieren mussten. Zwar stand die Sicherheit der Kinder im Mittelpunkt der Entscheidung, doch die Debatten über den richtigen Zeitpunkt und alternative Vorgehensweisen halten an. Nun stellt sich die Frage, wie das Land künftig mit ähnlichen Situationen umgehen wird.