31 March 2026, 12:20

NRW-Proteste gegen KiBiz-Reform: Eltern und Erzieher schlagen Alarm wegen Personalmangels

Plakat mit der Aufschrift "Die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri" zeigt besorgte Menschen in traditioneller Kleidung, einige stehen, andere sitzen, mit Text oben und unten.

NRW-Proteste gegen KiBiz-Reform: Eltern und Erzieher schlagen Alarm wegen Personalmangels

Landweit brechen in Nordrhein-Westfalen Proteste gegen geplante Änderungen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) aus

Vor dem St.-Josef-Saalhausen-Kindergarten in Lennestadt versammelten sich diese Woche Eltern, Erzieherinnen und Kinder mit Plakaten, auf denen "Wir sind sprachlos" stand, um ihren Widerstand gegen die Reform zu zeigen. Kritiker monieren, dass die für nächstes Jahr geplante Novelle weder die steigenden Kosten noch den Personalmangel in den Kitas löst.

Der Entwurf der Landesregierung führt ein "Kern- und Randzeiten"-Modell ein, das vorsieht, dass Erzieherinnen künftig nur noch fünf Stunden täglich vor Ort sein müssen. Diese Regelung hat bei Trägern Empörung ausgelöst, die befürchten, dass sich der bestehende Fachkräftemangel weiter verschärft. Vanessa Frankenthal, Leiterin des St.-Josef-Saalhausen-Kindergartens, betonte, dass bereits jetzt die personellen Ressourcen nicht ausreichten, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

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Besonders sorgen sich die Demonstranten über hohe Energiekosten und den Personalnotstand. Kathrin Lawicki, Elternvertreterin, fragte, wie unter diesen Bedingungen eine qualitativ hochwertige Betreuung aufrechterhalten werden solle. Das Land hat zwar zusätzliche 200 Millionen Euro für Kitas im kommenden Jahr zugesagt, doch Kritiker halten dies für unzureichend, um die Krise zu bewältigen.

Die Kundgebung in Lennestadt wurde vom Trägerverbund WIR-KITAs organisiert. Weitere Proteste sind in Düsseldorf (5. April), Köln (12. April), Dortmund (19. April) und Münster (26. April) geplant. Bis zum 31. März 2026 haben sich bereits 47 Kitas und 12 Trägerverbünde öffentlich gegen die Reform ausgesprochen.

Falls die KiBiz-Änderungen verabschiedet werden, würden sie ab nächstem Jahr den Kita-Betrieb grundlegend verändern. Eltern und Träger fordern weiterhin Lösungen für die Personalengpässe und die finanzielle Belastung. Die zugesagten Mittel der Landesregierung haben die Sorgen um die Auswirkungen auf die Betreuungsqualität der Kinder kaum lindern können.

Quelle