NRW-Gouverneur Wüst gedenkt Hamas-Opfern und warnt vor wachsendem Antisemitismus
Lotta WagnerWüst: NRW steht 'unerschütterlich' an der Seite aller Juden - NRW-Gouverneur Wüst gedenkt Hamas-Opfern und warnt vor wachsendem Antisemitismus
Zum zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst die Solidarität des Landes mit den jüdischen Gemeinden bekräftigt. Gleichzeitig verurteilte er die zunehmende Gewalt gegen Jüdinnen und Juden und forderte dringende Schritte hin zu einer friedlichen Lösung des Konflikts in der Region.
Wüst erinnerte an den Hamas-Angriff von 2021, bei dem 1.200 Menschen getötet wurden – der tödlichste Anschlag auf jüdisches Leben seit der Schoa. Zugleich beschrieb er die anhaltende humanitäre Katastrophe im Gazastreifen, wo Zehntausende ums Leben gekommen sind und Hunderttausende weiterhin vertrieben bleiben.
Der Ministerpräsident forderte eine sofortige Waffenruhe und rief beide Konfliktparteien auf, in den Verhandlungen Mut zu beweisen. Besonders an Hamas gerichtet, verlangte er die Freilassung aller Geiseln, ein Ende des Terrors und die Zulassung humanitärer Hilfslieferungen in den Gazastreifen.
Wüst unterstützte zudem den Friedensvorschlag der USA für die Region und bezeichnete ihn als entscheidende Chance, das Leid zu lindern und die Freilassung der Gefangenen zu erreichen. Seine Äußerungen gingen einher mit einer deutlichen Verurteilung der eskalierenden antisemitischen Vorfälle in Deutschland.
In seinen Aussagen betonte Wüst die unverbrüchliche Verbundenheit Nordrhein-Westfalens mit seinen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern: "Wir stehen unerschütterlich an der Seite aller jüdischen Frauen und Männer." Seine Forderungen nach Deeskalation und Geiselbefreiung entsprechen den übergeordneten Bemühungen, die humanitären Folgen des Konflikts zu bewältigen. Seit Oktober 2023 wurden keine Änderungen bei den Düsseldorfer Antidiskriminierungs- oder Bildungsprogrammen gemeldet.