NRW bricht Wahlversprechen: Kostenlose Schulmahlzeiten fallen flächendeckend aus
Ella KrausBudgetprobleme in NRW - Koalition kann nicht alles umsetzen - NRW bricht Wahlversprechen: Kostenlose Schulmahlzeiten fallen flächendeckend aus
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eingeräumt, dass sie nicht alle Wahlversprechen aus dem Jahr 2022 einhalten kann. Finanzielle Belastungen durch schwaches Wirtschaftswachstum und sinkende Steuereinnahmen zwingen die Koalition nun zu einer Überarbeitung ihrer Ausgabenpläne. Das geplante kostenlose Mittagessen für alle Schüler – ein zentrales Vorhaben – wird vorerst auf die bestehenden Programme beschränkt bleiben.
Im Sommer 2022 hatte die schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen ehrgeizige Pläne vorgestellt, darunter ein drittes beitragsfreies Kindergartenjahr und den Ausbau kostenloser Mahlzeiten in Kitas. Doch bereits im Januar 2023 bestätigten Beamte, dass eine flächendeckende Einführung kostenloser Schulmahlzeiten angesichts der aktuellen Haushaltslage nicht umsetzbar sei.
Die wirtschaftlichen Probleme des Landes dauern bereits seit über drei Jahren an; ein Wachstum wurde seit Amtsantritt der Koalition nicht mehr verzeichnet. Der Haushalt 2026 sieht nun neue Schulden von bis zu 4,3 Milliarden Euro vor – auch als Folge der anhaltenden Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Angesichts knapper Mittel konzentriert sich die Regierung auf Kernbereiche: Kinderbetreuung, Bildung, innere Sicherheit und die Unterstützung der Kommunen. Die endgültigen Entscheidungen zum Haushalt 2027 werden von den einzelnen Ministerien und dem gesamten Kabinett getroffen, wobei die genauen Schwerpunkte noch unklar sind.
Der Kurswechsel der Koalition zeigt die Kluft zwischen den ursprünglichen Versprechen und der wirtschaftlichen Realität. Einige Zusagen werden komplett fallen gelassen, andere verschoben. Die finanzielle Zukunft des Landes hängt davon ab, wie sich die Steuereinnahmen entwickeln und wie lange die aktuelle Wirtschaftsschwäche anhält.






