NRW bleibt unangefochtene Medienhauptstadt Deutschlands mit Rekordanteil von 44 Prozent
Sophia KellerStudie: NRW ist die Nummer Eins in der TV-Produktionsbranche - NRW bleibt unangefochtene Medienhauptstadt Deutschlands mit Rekordanteil von 44 Prozent
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat seine Position als führender Medienproduktionsstandort Deutschlands weiter ausgebaut. 2024 entfielen 44 Prozent aller bundesweit produzierten Film-, Serien- und Programmminuten auf das Land – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber 2022, obwohl die Gesamtproduktion in Deutschland rückläufig war.
Der Zuwachs in NRW fällt mit einer stark gestiegenen Nachfrage nach On-Demand-Inhalten zusammen, insbesondere nach Filmen und Serien für Streaming-Plattformen. Rund 2,9 Milliarden Euro investierten Sender und Streamingdienste 2023 in deutsche Produktionen, davon flossen 1,2 Milliarden Euro allein in Projekte in Nordrhein-Westfalen. Das Land beherbergt 158 Produktionsfirmen, viele davon im Raum Köln angesiedelt, darunter große Namen wie ITV Studios Germany, die deutsche Tochter von Warner Bros. und Ufa Show & Factual.
Bundesweit sank die Gesamtzahl der Produktionsminuten 2024 um drei Prozent. Branchenexperten führen diesen Rückgang auf geringere Ausgaben der Streamingdienste und einen Werbeeinbruch zurück. Bayern folgte NRW mit 19 Prozent der Produktionsminuten, Berlin steuerte 13 Prozent bei.
Medienminister Nathanael Liminski betonte die Vorreiterrolle NRWs und bezeichnete das Land als "die Nummer eins der Medienstandorte" in Deutschland. Er unterstrich den Willen der Landesregierung, diese Position zu halten. Gleichzeitig treten bald neue Regelungen in Kraft, die deutsche Sender und Streaminganbieter verpflichten, stärker in europäische Filmproduktionen zu investieren. Zudem stellt der Bund zusätzliche 120 Millionen Euro für die Filmförderung bereit.
Mit einem Anteil von 44 Prozent an den Produktionsminuten festigt NRW seinen Vorsprung vor allen anderen Bundesländern. Da große Studios und Sender weiterhin massiv in die Region investieren, bleibt sie das Zentrum der deutschen Medienbranche. Die zusätzlichen Fördergelder und regulatorischen Änderungen dürften die Produktionslandschaft in den kommenden Jahren weiter prägen.