NRW bittet um Hilfe: Bürger:innen sollen Wolfslosung für die Forschung dokumentieren
Ella KrausStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfkot - NRW bittet um Hilfe: Bürger:innen sollen Wolfslosung für die Forschung dokumentieren
Wildlife-Expert:innen in Nordrhein-Westfalen (NRW) bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfsbeobachtung. Die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mit Sitz in Düsseldorf hat eine Initiative gestartet, um Fotos von Wolfslosung zu sammeln. Ziel ist es, die Ausbreitung der Tiere in der Region besser zu dokumentieren.
Angesprochen werden vor allem Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten – etwa Wanderer:innen oder Jäger:innen. Durch die Analyse der Losung wollen Forscher:innen herausfinden, ob sie von bereits bekannten Wölfen oder von neu eingewanderten Tieren stammt. Wolfslosung wird oft an gut sichtbaren Stellen abgesetzt, um Reviere zu markieren. Erkennbar ist sie an ihrer Größe – mindestens 20 Zentimeter lang und 2,5 Zentimeter dick – und enthält meist sichtbare Haare, Knochenreste oder Überbleibsel von Beutetieren. Wer solche Spuren findet, kann Fotos über das Wolfsportal der LANUV hochladen, wo sie von Fachleuten begutachtet werden.
Ist die Aufnahme aussagekräftig, holt eine LANUV-Mitarbeiterin oder ein LANUV-Mitarbeiter eine Probe für eine DNA-Analyse ab. So lässt sich bestimmen, welchem individuellen Wolf die Losung zuzuordnen ist. Zudem entnimmt die Behörde genetisches Material von Tieren, die mutmaßlich von Wölfen gerissen wurden, um die Monitoring-Daten zu ergänzen.
Während sich die Aktion auf NRW konzentriert, sind die Erkenntnisse über Wolfspopulationen in Nachbarbundesländern begrenzt. Ein Bericht vom Oktober 2023 verzeichnete 44 bestätigte Wolfsreviere in Sachsen – allerdings grenzt das Land nicht an NRW. Für Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein lagen zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Zahlen vor.
Die DNA-Untersuchungen sollen der LANUV helfen, die Wanderbewegungen der Wölfe in NRW präziser nachzuverfolgen. Durch die Einbindung der Bevölkerung erhofft sich die Behörde mehr Daten über ansässige und neu zugewanderte Tiere. Die Ergebnisse fließen in die laufenden Maßnahmen ein, um die wachsende Wolfspopulation in der Region zu begleiten und zu überwachen.






