Neverland Ranch: Michael Jacksons Traumland zwischen Prunk und Skandalen
Sophia KellerNeverland Ranch: Michael Jacksons Traumland zwischen Prunk und Skandalen
Michael Jackson verwandelte ein weitläufiges Anwesen in Kalifornien in die Neverland Ranch – ein persönliches Märchenland voller Verspieltheit und Prunk. Die Immobilie, die er Ende der 1980er-Jahre für 19,5 Millionen Dollar erwarb, wurde fast so berühmt wie der Popstar selbst – bis juristische Probleme ihren Namen überschatteten.
Jackson stieg in den 1960er-Jahren mit den Jackson 5 zum Star auf, bevor er 1982 mit dem Album Thriller zum weltweiten Phänomen wurde. 1988 kaufte er ein 1.100 Hektar großes Grundstück bei Los Olivos in Kalifornien und taufte es in Anlehnung an die Zauberwelt aus Peter Pan in Neverland um. Er stattete es mit einem Kino, einem Tanzstudio, einem Streichelzoo, einer Spielhalle, einem Mini-Bahnhof und sogar einem kleinen Vergnügungspark aus. "Die Gestaltung war einfach", sagte er einmal. "Ich war einfach ich selbst und habe Dinge geschaffen, die ich liebe."
Der erste große Skandal ereignete sich 1993, als der 13-jährige Jordan Chandler Jackson der sexuellen Belästigung von Kindern beschuldigte. Der Fall wurde im folgenden Jahr außergerichtlich mit einer angeblichen Summe von 20 Millionen Dollar geregelt. Ein Jahrzehnt später, 2003, wurde Jackson erneut unter ähnlichen Vorwürfen verhaftet, was den Ruf der Neverland Ranch weiter beschädigte. Sein Prozess 2005 endete zwar mit einem Freispruch, doch die Anklage hinterließ tiefe Wunden.
Trotz des Urteils kehrte Jackson nie auf die Ranch zurück. Die Erinnerungen an die Ermittlungen und der Makel, der nun auf ihrem Namen lastete, hielten ihn für immer fern.
Die Neverland Ranch bleibt ein Symbol für Jacksons schöpferischen Geist – und zugleich für die Kontroversen, die ihn verfolgten. Das Anwesen, einst ein Spielplatz für den größten Popstar der Welt, steht heute als Mahnmal für seinen Aufstieg zum Ruhm – und die juristischen Schlachten, die sein Erbe für immer veränderten.






