Münster wartet auf den neuen Bischof – Papst schlägt drei Kandidaten vor
Lotta WagnerMünster wartet auf den neuen Bischof – Papst schlägt drei Kandidaten vor
Das Bistum Münster bereitet sich auf die Ernennung eines neuen Bischofs vor, nachdem Felix Genn vor einem Jahr zurückgetreten ist. Das Auswahlverfahren befindet sich nun in der Schlussphase, wobei Papst Franziskus drei Kandidaten vorschlagen wird. Lokale Gruppen und Übergangsverantwortliche haben ihre Erwartungen an das Amt geäußert, das mit über einer Million Mitgliedern die größte Diözese Deutschlands leitet.
Felix Genn hatte sein Amt als Bischof von Münster im März 2023 niedergelegt. Seitdem führt Antonius Hamers die Diözese als kommissarischer Bischof durch die Übergangsphase. Der Vatikan wird demnächst eine engere Auswahl von drei Bewerbern an das Domkapitel übermitteln, das dann den neuen Oberhirten bestimmen wird.
Der Name des neuen Bischofs wird vor Ostern erwartet, die feierliche Amtseinführung ist für den Sommer geplant. Der künftige Amtsinhaber wird eine Diözese mit den meisten Gläubigen in ganz Deutschland verantworten.
Die Reformbewegung Maria 2.0 fordert, dass der nächste Bischof sich stärker für Frauenrechte einsetzt und sichtbare Veränderungen vorantreibt. Ulrike Overkamp, die die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs leitet, mahnte die Kirche zu einem einfacheren, unterstützenderen Umgang. Hamers hingegen betonte, ein "Brückenbauer" wäre ideal für die Position – jemand, der die verschiedenen Stimmen innerhalb der Diözese zusammenführen kann.
Das Domkapitel wird nun die drei vom Papst vorgeschlagenen Kandidaten prüfen. Seine Entscheidung wird die Zukunft des Bistums Münster prägen, das weiterhin die größte Diözese des Landes bleibt. Die offizielle Amtszeit des neuen Bischofs beginnt im kommenden Sommer.






