17 March 2026, 06:15

Mönchengladbachs Wirtschaftswunder: Weniger Insolvenzen, mehr Dienstleistungsjobs

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung Abschnitte nach Branche, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsmetriken zusammenfasst.

Mönchengladbachs Wirtschaftswunder: Weniger Insolvenzen, mehr Dienstleistungsjobs

Mönchengladbach verzeichnet seit 2021 einen stetigen Rückgang der Insolvenzen und hebt sich damit von den Nachbarstädten ab. Während in ganz Nordrhein-Westfalen die Unternehmens- und Verbraucherpleiten zunahmen, sank die Zahl der Firmeninsolvenzen in der Stadt um 8 Prozent, die der Privatinsolvenzen sogar um 9 Prozent. Dieser positive Trend hat die Wirtschaft strukturell verändert – heute treiben vor allem der Dienstleistungssektor und die Logistik das Wachstum voran.

Zwischen 2021 und 2026 verlagerte Mönchengladbach seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt von der Industrie hin zu Dienstleistungen und Logistik. Die Beschäftigung in diesen Branchen stieg um 12 Prozent – ein höherer Zuwachs als in vergleichbaren Städten wie Krefeld oder Oberhausen, wo der Durchschnitt bei 8 Prozent lag. Besonders dynamisch entwickelte sich die Logistik mit einem Plus von 15 Prozent, begünstigt durch die Nähe zum Flughafen Düsseldorf und zur niederländischen Grenze. Auch der Gesundheitssektor wuchs um 10 Prozent, während Handel und E-Commerce 9 Prozent mehr Arbeitsplätze schafften. Gleichzeitig ging die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe um 5 Prozent zurück – ein stärkerer Rückgang als im regionalen Durchschnitt (minus 3 Prozent).

Die Widerstandsfähigkeit der Stadt zeigt sich auch im IW-Dynamikranking 2024, in dem Mönchengladbach unter 401 deutschen Regionen Platz 27 belegte. Anders als die meisten Kommunen im Regierungsbezirk Düsseldorf war Mönchengladbach die einzige Großstadt, die die Insolvenzverfahren reduzieren konnte. Insgesamt sank die Zahl der Fälle um 7,8 Prozent, wobei Unternehmensinsolvenzen um 8 Prozent und Privatinsolvenzen um 9 Prozent zurückgingen. In den Nachbarstädten stiegen die Zahlen dagegen um 6 bis fast 19 Prozent.

Ein Schlüsselfaktor für diesen Erfolg ist die Stabilität: Der Hebesatz der Gewerbesteuer liegt seit 2016 unverändert bei 490 Prozent und gibt Unternehmen damit langfristige Planungssicherheit. Um den Aufschwung zu festigen, setzt die Stadt auf neue Projekte – darunter den Wissens- und Innovationscampus, die modernisierte Textilfabrik 7.0 und einen neuen Gewerbepark in Flughafennähe.

Der wirtschaftliche Wandel hat Mönchengladbach niedrigere Insolvenzquoten und ein stärkeres Jobwachstum im Dienstleistungssektor beschert. Mit kontinuierlichen Investitionen in Innovation und Infrastruktur will die Stadt ihren positiven Kurs halten. Die stabile Gewerbesteuer und die günstige Lage stärken weiterhin das Vertrauen der Unternehmen in die Region.

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