Moers startet Millionen-Initiative gegen Extremismus und für Jugenddemokratie
Lotta WagnerMoers startet Millionen-Initiative gegen Extremismus und für Jugenddemokratie
Moers verstärkt Engagement gegen Extremismus und für Demokratieförderung bei Jugendlichen
Die Stadt Moers baut ihre Bemühungen aus, Extremismus zu bekämpfen und demokratische Werte unter jungen Menschen zu stärken. Eine neue, auf zwei Jahre angelegte Initiative – gefördert mit Bundesmitteln – führt Schulungsprogramme und jugendgeleitete Projekte ein, um Teilhabe zu fördern und Diskriminierung entgegenzuwirken. Das Vorhaben knüpft an die bisherige Arbeit der lokalen "Partnerschaft für Demokratie" an.
Mittel aus dem Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!" fließen in die Einrichtung einer Koordinierungsstelle beim Moerser Projektpartner Bollwerk e.V., die die Umsetzung des "3D-Multiplikator:innen"-Programms steuern wird. Dieses richtet sich an Lehrkräfte, außerschulische Bildner:innen und Jugendliche und zielt darauf ab, schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement zu verknüpfen. Konkrete Methoden oder inhaltliche Schwerpunkte des Programms sind jedoch noch nicht bekannt.
Die Förderung ermöglicht zudem die Gründung eines Jugendforums, einen eigenen Fördertopf für Initiativen junger Menschen sowie einen jährlichen Jugendkongress. Diese Projekte setzen Empfehlungen der Moerser Bürgerversammlung zum Thema "Zukunft der Teilhabe" um. Federführend ist die 31-jährige Sozialwissenschaftlerin Miriam Deppenkemper, die über Erfahrung in Antidiskriminierungsarbeit, demokratietheoretischen Fragen und Kulturwissenschaften verfügt.
Langfristiges Ziel ist es, demokratische Strukturen in Moers zu festigen und gleichzeitig rechtsextremen Tendenzen, Rassismus sowie anderen Formen struktureller Diskriminierung zu begegnen. Schulen und lokale Lernorte sollen eng zusammenarbeiten, um diese Prinzipien in Bildung und Gemeinschaftsarbeit zu verankern.
Mit der erneuten Förderung läuft das Programm zwei Jahre und konzentriert sich auf demokratische Schulentwicklung und Jugendbeteiligung. Die Koordinierungsstelle bei Bollwerk e.V. übernimmt dabei eine zentrale Rolle – von der Durchführung von Schulungen bis zur Unterstützung neuer Teilhabeprojekte. Die Stadt erhofft sich dadurch nachhaltige Verbindungen zwischen Schulen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen in Moers.






