Mobilitätsausschuss beschließt Radwege und Straßenprojekte trotz Personalmangel und Rückschlägen
Sophia KellerMobilitätsausschuss beschließt Radwege und Straßenprojekte trotz Personalmangel und Rückschlägen
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr wurden wegweisende Entscheidungen zu Straßen- und Radverkehrsprojekten getroffen. Einige Vorhaben mussten verschoben oder zurückgestellt werden, während andere trotz anhaltender Personalknappheit in der Stadtverwaltung vorankommen.
Thema der Beratungen waren zudem Haushaltsbeschränkungen und rechtliche Rückschläge, die sich auf die Infrastrukturarbeiten in der Region auswirken. Der Ausschuss billigte das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026–2028, konzentrierte sich jedoch vorerst auf die Projekte für 2026. Zu den Beschlüssen gehört die Umgestaltung der Buchholzstraße – vom Abschnitt Hermann-Löns-Straße bis Handstraße –, die weitgehend im bestehenden Verkehrslayout bleiben wird.
Die Pläne für die Paffrather Straße erfordern Anpassungen, darunter den Ausbau geschützter Radwege auf beiden Seiten. Gleichzeitig räumte der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda einen Rückschlag beim Radwegprojekt auf Refrathers Hasenweg ein. Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Planung für rechtswidrig erklärt, wodurch die Arbeiten gestoppt und bereits umgesetzte Maßnahmen rückgängig gemacht werden müssen.
Die Sanierung der Leverkuser Straße soll 2027 beginnen. RheinNetz wird in der ersten Jahreshälfte eine Wassertransportleitung ersetzen. Die CDU brachte zudem einen Vorschlag ein, die Zufahrt für Lkw auf der Straße Auf der Kaule in Refrath zu verbessern – durch die Abtrennung von zwei Metern angrenzendem Waldgebiet und eine Verbreiterung der Fahrbahn.
Personalfragen prägten die Diskussionen: Der Ausschuss wies auf massive Personalengpässe in der Stadtverwaltung hin. Durch jüngste Haushaltskürzungen ist insbesondere die Straßenunterhaltung chronisch unterbesetzt – im Bereich der statischen Verkehrssteuerung verbleibt nur noch eine einzige Fachkraft.
Die Beschlüsse des Gremiums spiegeln sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen in der lokalen Infrastrukturplanung wider. Rechtliche Urteile und Budgetzwänge haben einige Projekte verzögert, während andere wie die Neugestaltung der Buchholzstraße oder die Aufwertung der Leverkuser Straße wie geplant voranschreiten. Die Personalknappheit bleibt jedoch ein zentrales Hindernis für die effiziente Umsetzung der Vorhaben.






