04 January 2026, 16:33

Merz und Krefelds OB streiten über städtischen Verfall und Migration

Ein Stadtbild mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und einem Himmel.

Krefelds Bürgermeister kritisiert Merz und fordert mehr Geld - Merz und Krefelds OB streiten über städtischen Verfall und Migration

Ein öffentlicher Streit ist zwischen Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz über städtischen Verfall und Migration entbrannt. Meyer warf Merz vor, Probleme zu betonen, ohne Lösungen anzubieten. Der Konflikt entstand nach Äußerungen des Kanzlers, der städtischen Niedergang mit Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus oder Arbeit in Verbindung brachte.

Auslöser war Merz’ Aussage, wonach bestimmte Migrantengruppen – solche ohne Arbeit, legalen Status oder Einhaltung deutscher Regeln – zu urbanen Herausforderungen beitrügen. Meyer konterte scharf und nannte es absurd, den Fokus auf die Herkunft von Menschen zu legen. Stattdessen verwies er auf systemische Probleme wie chronische Unterfinanzierung und wachsenden sozialen Druck in den Städten.

Meyer schilderte die täglichen Kämpfe in Krefeld: anhaltende Vermüllung, marode Infrastruktur und schlecht beleuchtete Straßen. Zudem beschrieb er soziale Spannungen in bestimmten Stadtteilen, wo Obdachlosigkeit, psychische Erkrankungen und aggressives Betteln die Anwohner verärgerten. Trotz regelmäßiger Reinigungsaktionen kämpft die Stadt gegen anhaltende Verschmutzung und öffentliche Beschwerden. Der Oberbürgermeister betonte, dass Großstädte wie Krefeld, Oberhausen und Dinslaken unter massiver finanzieller Belastung leiden. Oberhausen und Dinslaken stünden aufgrund drastischer Haushaltskürzungen sogar kurz davor, ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren. Meyer argumentierte, dass angemessene Finanzmittel – und nicht Debatten über Migration – der Schlüssel zur Bekämpfung des städtischen Verfalls seien.

Merz präzisierte später seine Aussagen und erklärte, die Probleme gingen von Migranten aus, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, nicht arbeiteten und lokale Vorschriften ignorierten. Konkrete Maßnahmen zur Lösung der von Meyer angesprochenen Missstände schlug er jedoch nicht vor.

Die Auseinandersetzung hinterlässt Städte wie Krefeld, Oberhausen und Dinslaken weiterhin mit finanziellen Engpässen und verfallenden öffentlichen Räumen. Meyers Forderungen nach höheren Zuschüssen bleiben unerfüllt, während Merz’ Äußerungen bisher keine politischen Konsequenzen nach sich zogen. Die Kommunen kämpfen weiterhin täglich um den Erhalt der urbanen Infrastruktur und sozialen Stabilität.