Deutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur startet mit Spielautomaten-Offensive in Nordamerika durch
Deutscher Spieleautomatenhersteller Merkur expandiert nach Nordamerika
Der deutsche Spielautomatenhersteller Merkur dringt mit ehrgeizigen Plänen in den nordamerikanischen Markt vor: Ab 2025 will das Unternehmen jährlich tausende Spielautomaten in die USA und nach Kanada exportieren. Den Auftakt bildet eine erste Lieferung von 800 bis 1.000 Geräten. Sämtliche Automaten werden im Merkur-Werk im nordrhein-westfälischen Lübbecke gefertigt, wo die Produktion bereits angelaufen ist.
Für die Märkte in den USA und Kanada hat sich Merkur hohe Ziele gesetzt: Innerhalb von drei Jahren strebt das Unternehmen einen jährlichen Absatz von 5.000 Spielautomaten in beiden Ländern an. Die Offensive nutzt eine Marktlücke in einem Segment, das bisher von wenigen Anbietern dominiert wird.
Die Expansion folgt auf die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Gaming Arts im Jahr 2025. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Gaming Arts die Softwareentwicklung, während Merkur die Hardware liefert. Diese Partnerschaft stärkt Merkurs Position beim Einstieg in einen hochkompetitiven Sektor, in dem allein in den USA rund eine Million Spielautomaten im Einsatz sind – viele davon in Las Vegas konzentriert.
Wachstumsstarke Finanzen untermauern Merkurs Pläne: 2024 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 45 Prozent der Erlöse entfielen auf das Auslandsgschäft, wobei Deutschland und Großbritannien weiterhin die wichtigsten Absatzmärkte bleiben. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 15.300 Mitarbeiter und will neben der Expansion in Nordamerika auch die Online-Umsätze ausbauen. Bis 2026 peilt Merkur ein Umsatzwachstum von zehn Prozent auf 2,3 Milliarden Euro an.
Mit einer zunächst bescheidenen Auslieferung 2025 startet Merkur seine Nordamerika-Offensive, doch die Skalierung soll zügig voranschreiten. Die Strategie setzt auf die Hardware-Produktion in Deutschland und die Software-Kooperation mit Gaming Arts. Gelingt der Vorstoß, könnte dies Merkurs Stellung in einem Milliardenmarkt deutlich stärken.






