04 January 2026, 22:24

Massive Proteste gegen Merz’ Migrationspolitik in Köln und Münster

Eine Gruppe von Menschen demonstriert auf einer Straße, hält Plakate, mit Gebäuden, Bäumen, Laternen und dem Himmel im Hintergrund.

Rund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Massive Proteste gegen Merz’ Migrationspolitik in Köln und Münster

Starker Regen und heftige Winde hielten am Wochenende Tausende nicht davon ab, gegen Bundeskanzler Friedrich Merz zu protestieren. Rund 2.400 Menschen versammelten sich in Köln und Münster, um gegen seine umstrittenen Äußerungen zu Migration und städtischem Zusammenleben zu demonstrieren. Die Kundgebungen zogen deutlich mehr Teilnehmer an, als die Veranstalter erwartet hatten.

Die Proteste folgten auf Merz’ jüngste Aussagen zur Migrationspolitik. Er behauptete, die Regierung korrigiere frühere Fehler, indem sie Migranten ohne Aufenthaltsrecht, Arbeit oder Respekt vor deutschen Gesetzen abschiebe. Kritiker warfen ihm vor, mit spaltender Rhetorik Stimmung zu machen – was in beiden Städten Empörung auslöste.

In Köln zogen etwa 1.000 Demonstranten unter dem Motto „Wir sind die Töchter: Köln für eine feministische und vielfältige Stadt!“ durch die Straßen. Auf Plakaten stand „Weniger Merz im Stadtbild“ oder „Nicht mein Kanzler“. Die Organisatoren warfen Merz vor, Ängste um die Sicherheit von Frauen auszunutzen, um ausgrenzende Politiken voranzutreiben.

In Münster hingegen beteiligten sich rund 1.400 Menschen an einer Kundgebung des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“. Transparente zeigten Parolen wie „Schmerzgrenze von allen Töchtern bestätigt“ oder „Ene, mene, Merz – der muss weg“. Carsten Peters, Stadtrat der Grünen und Sprecher des Bündnisses, bezeichnete Merz’ Äußerungen in einem Instagram-Post als „diskriminierend, herabwürdigend und rassistisch“.

Die Münsteraner CDU konterte scharf: Geschäftsführer David Sperling nannte den Aufruf zur Demo „verleumderisch“ und „eine klare Grenzüberschreitung“. Trotz der Kritik ließ sich die Wetterlage die Teilnehmerzahlen nicht schmälern – sie lagen über den angemeldeten Zahlen.

Die Demonstrationen zeigten, wie tief die Gesellschaft in Merz’ Politik und Rhetorik gespalten ist. Beide Kundgebungen verliefen friedlich, doch die Organisatoren machten klar: Ihr Widerstand werde anhalten. Die Äußerungen des Kanzlers zu Migration und urbaner Vielfalt bleiben ein Zündstoff für die öffentliche Debatte.