Lutherkirche in Höhscheid wird 2030 zum Kulturort ohne Gottesdienste
Lotta WagnerLutherkirche in Höhscheid wird 2030 zum Kulturort ohne Gottesdienste
Die Lutherkirche in Höhscheid wird ab 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr abhalten – Grund sind steigende Kosten. Die am 9. Oktober bekannt gegebene Entscheidung fällt, nachdem die Instandhaltungskosten die langfristige Tragfähigkeit der Gemeinde übersteigen. Dennoch bleibt das historische Gebäude als kultureller und sozialer Treffpunkt für die Stadt erhalten.
Das Konsistorium der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde traf am 9. Oktober die endgültige Entscheidung. Die stark gestiegenen Unterhaltskosten machen es unmöglich, die Kirche über 2030 hinaus als Gotteshaus zu nutzen. Dennoch wird das architektonische Wahrzeichen nicht vollständig geschlossen.
Der Förderverein Lutherkirche Solingen e. V. setzt sich seit Jahrzehnten für den Erhalt des Gebäudes ein. Durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden hat der Verein über eine Million Euro in Restaurierungs- und Kulturprojekte investiert. Auch nach dem Ende der Gottesdienste sollen weiterhin Konzerte, Lesungen und Führungen stattfinden. Sowohl die Kirchengemeinde als auch der Verein betonen ihr gemeinsames Ziel: die Zukunft der Kirche als Ort für Musik, Kultur und öffentliche Begegnungen zu sichern. Der historische und symbolische Wert des Gebäudes für Solingen bleibt dabei Priorität. Zwar bedauert der Förderverein die Entscheidung, doch er hat zugesagt, eng mit der Kirchengemeinde an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Die neue Ausrichtung der Kirche soll ihre Rolle als offenes Haus für die Gemeinschaft bewahren. Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten werden fortgeführt, um den Ort lebendig und zugänglich zu halten.
Ab 2030 wird die Lutherkirche zwar keine regelmäßigen Gottesdienste mehr anbieten, bleibt aber Veranstaltungsort für kulturelle und soziale Formate. Gemeinde und Förderverein konzentrieren sich nun auf gemeinsame Pläne, um das Gebäude langfristig zu erhalten. Ihre Zusammenarbeit wird entscheiden, wie sich der historische Ort in den kommenden Jahren seiner neuen Bestimmung anpasst.