Loriots Nachlass findet in Frankfurt eine neue Heimat – doch die Wartezeit bleibt
Sophia KellerWarum Loriot jetzt ein Frankfurter ist - Loriots Nachlass findet in Frankfurt eine neue Heimat – doch die Wartezeit bleibt
Frankfurts Caricatura-Museum für Comic-Kunst hat Loriots gesamten Nachlass übernommen – doch eine Dauerausstellung wird es erst in Jahren geben. Die Sammlung mit Tausenden Zeichnungen und persönlichen Gegenständen traf Ende 2025 ein. Unterdessen sucht die Stadt nach größeren Räumlichkeiten, um das Werk des Kultkünstlers angemessen präsentieren zu können.
Mit drei Lastwagen wurde Loriots Nachlass Ende 2025 nach Frankfurt gebracht. Die Lieferung umfasste rund 3.000 Originalskizzen, Manuskripte, Filmrollen, Requisiten und sogar sein komplettes Arbeitszimmer – inklusive Schreibtisch und Schallplattensammlung. Berühmte Werke wie Herr Müller-Lüdenscheidt oder Die Familie Hoppenstedt gehören nun zum Bestand des Museums.
Das Caricatura-Museum verfügt derzeit nicht über ausreichend Platz für eine umfassende Präsentation. Ein Außenstandort ist in Planung, doch ein Standort steht noch nicht fest. Auch die Katalogisierung des umfangreichen Nachlasses wird Jahre in Anspruch nehmen, sodass eine Dauerausstellung auf sich warten lässt. Bis dahin könnten ausgewählte Stücke in temporären Pop-up-Ausstellungen zu sehen sein. Das nächste große Ereignis ist die Ausstellung zu Loriots 100. Geburtstag, die am 1. Februar 2026 in Saarlouis eröffnet wird.
Frankfurts Museum bewahrt nun Loriots Lebenswerk – doch Besucher müssen sich gedulden. Die Dauerausstellung hängt von der Suche nach einem geeigneten Ort und dem Abschluss der aufwendigen Katalogisierung ab. Bis dahin bieten kleinere Präsentationen und die Jubiläumsschau in Saarlouis Einblicke in sein Vermächtnis.