Lankhorst setzt auf CNH-Marken – Deutz-Fahr-Händler in Nordwestdeutschland vor dem Aus
Sophia KellerLankhorst setzt auf CNH-Marken – Deutz-Fahr-Händler in Nordwestdeutschland vor dem Aus
In Nordwestdeutschland vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Wandel in der Verteilung von Landwirtschaftsmaschinen. Die Entscheidung des Unternehmens Lankhorst, von Deutz-Fahr auf die Marken des CNH-Konzerns wie Case IH und New Holland umzusteigen, löst weitreichende Veränderungen für langjährige Händler aus. Während einige Betriebe mit Vertragskündigungen konfrontiert sind, sichern sich andere neue langfristige Partnerschaften.
Jahre lang agierten die CNH-Händler in der Region eigenständig und deckten Gebiete wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Teile von Nordrhein-Westfalen ab. Unternehmen wie Kamps Gutsmaschinen, Hagedorn Landmaschinen, G. Tholen GmbH und Norddeutsche Landmaschinen vertrieben die Marken Case IH und New Holland, bevor CNH in den 2020er-Jahren eine Umstrukturierung einleitete. Nun übernehmen Lankhorst und die Tochtergesellschaft Lankhorst Nord als exklusive A-Händler den Vertrieb der CNH-Marken, darunter Case IH, Steyr und New Holland.
Mehrere etablierte Händler sind direkt betroffen. ABC Bruns verlor die exklusiven Vertriebsrechte für New Holland, darf jedoch aufgrund des bestehenden Vertrags noch weitere 12 Monate tätig bleiben. Auch andere Händler wie Mager & Wedemeyer und Kotte Landtechnik sehen sich mit gekündigten Verträgen konfrontiert. Dennoch haben alle betroffenen Unternehmen zugesichert, während der Übergangsphase weiterhin Verkauf, Service und Ersatzteilversorgung aufrechtzuerhalten.
Unterdessen hat Engbers Söhne einen langfristigen Vertrag mit Lankhorst für den Vertrieb von CNH-Produkten abgeschlossen. Damit bleibt das Unternehmen weiterhin für den Verkauf und Service von Case IH und Steyr in der Region zuständig. Ungewiss bleibt hingegen die Zukunft des Deutz-Fahr-Vertriebs, auch wenn Lankhorst den Kundendienst für die Marke vorerst weiter anbietet.
Die Umstellungen werden schrittweise erfolgen, wobei in den kommenden 12 Monaten aufgrund von Kündigungsfristen kaum mit spürbaren Änderungen zu rechnen ist. Die Händler passen sich ihren neuen Rollen an, während Kunden in der Region möglicherweise ein verändertes Markenangebot vorfinden. Langfristig bleibt jedoch unklar, wie sich die Präsenz von Deutz-Fahr in der Region entwickeln wird.