31 December 2025, 22:32

Krefelds Eishockey-Benefizspiel setzt Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus

Eishockey-Spieler in Aktion auf einem Eis, mit Zuschauern im Hintergrund, Anzeigetafeln und Deckenbeleuchtung.

Krefelds Eishockey-Benefizspiel setzt Zeichen für Vielfalt und gegen Rassismus

Wohltätigkeitsspiel in Krefeld: Eishockey für Vielfalt, Inklusion und Toleranz

Am 8. November 2023 findet in Krefeld ein Benefiz-Eishockeyspiel statt, das sich für Vielfalt, Inklusion und Toleranz einsetzt. Die von Hockey is Diversity organisierte Veranstaltung will Rassismus im Sport und in der Gesellschaft entgegenwirken. Stars wie Tino Boos, Mirko Lüdemann und Wolfgang Fischer werden in der Rheinlandhalle auf dem Eis stehen.

Dr. Martin Hyun, Gründer von Hockey is Diversity, kritisiert seit Langem, dass die Eishockey-Community Rassismus nicht entschlossen genug bekämpft. Sein Vorwurf: Die oft beschworene „Familie“ des Sports schließe die Augen vor Diskriminierung – Spieler:innen of Color seien häufig verbalen Angriffen und institutionellem Schweigen ausgesetzt. Die ehrenamtlich geführte Organisation, die sich über Spenden finanziert, leitet die Erlöse an Projekte und das Nachwuchsprogramm von KEV 81 weiter.

Hyun betont, dass Antirassismus kein kurzfristiges Projekt, sondern tägliche Arbeit sei. Vielfalt müsse als Haltung gelebt und nicht als Marketing-Slogan missbraucht werden. Sein Ansatz setzt auf menschliche Begegnung: „Hass verliert an Kraft, wenn Menschen sich echt austauschen“, so der Aktivist. Karten für das Spiel sind online unter www.hockeyisdiversity.de erhältlich. Zwar steht die endgültige Aufstellung des Hockey is Diversity-Teams noch nicht fest, doch die Veranstalter versprechen eine starke Mannschaft, um die Sache in den Fokus zu rücken.

Ziel des Events ist es, nicht nur Spenden für Antirassismus-Initiativen zu sammeln, sondern auch das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Die Erlöse fließen in Jugendprogramme und Gemeinschaftsprojekte von Hockey is Diversity. Die Organisator:innen hoffen, dass das Spiel eine breitere Debatte über Inklusion im Sport anstoßen wird.