Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für drei Krankenhäuser in NRW
Ella KrausKplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren für drei Krankenhäuser in NRW
Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer möglichen Insolvenz noch in diesem Jahr, falls keine Maßnahmen ergriffen werden.
Von der Umstrukturierung betroffen sind die St.-Lukas-Klinik Solingen, das St.-Josef-Krankenhaus Hilden, das St.-Josef-Krankenhaus Haan sowie die Kplus Gruppe GmbH. Auch die Genesis GmbH, die für die zentrale Verpflegungsversorgung zuständig ist, wird in den Schutzschirm einbezogen. Ziel des Verfahrens ist die Zentralisierung der medizinischen Leistungen an den Standorten Haan und Hilden. Die Fachabteilungen der St.-Lukas-Klinik sollen bis Anfang nächsten Jahres dorthin verlegt werden.
Die aktuelle Geschäftsführung bleibt während des Verfahrens vollumfänglich in ihrer Leitungsfunktion. Zur Unterstützung der Belegschaft übernimmt die Bundesagentur für Arbeit für drei Monate die Gehälter und Löhne der Mitarbeiter. Das Schutzschirmverfahren sichert den ununterbrochenen Krankenhausbetrieb und schafft gleichzeitig finanzielle Spielräume.
Nicht von den Maßnahmen betroffen sind das St.-Remigius-Krankenhaus Leverkusen-Opladen, neun Senioreneinrichtungen, medizinische Versorgungszentren, Therapieeinrichtungen sowie das Katholische Bildungszentrum Haan. Die Insolvenzrechtsexperten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade wurden mit der Begleitung des Restrukturierungsprozesses beauftragt.
