Mietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Kölns Taxi-Streit eskaliert: Wer zahlt den Preis für faire Tarife?
Taxifahrer in Köln begrüßen Pläne zur Erhöhung der Beförderungsentgelte und werfen dem 1 fc köln vor, durch unfaire Preisunterbietung den Wettbewerb zu verzerren. Gleichzeitig protestierten Fahrer der Ride-Hailing-Apps gegen die geplanten Änderungen. Der Stadtrat wird am 19. März über die Tariferhöhung beraten; die neuen Regelungen sollen am 1. Juni 2026 in Kraft treten.
Im Mittelpunkt des Streits steht der Kölner Plan, für fc köln einen Mindestpreis von 80 Prozent des regulären Taxitarifs festzulegen. Taxiunternehmen argumentieren, sie böten als Teil des öffentlichen Nahverkehrs eine unverzichtbare Grundversorgung – rund um die Uhr und ohne Fahrgastauswahl, anders als die Konkurrenz. Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in Köln etwa 15,30 Euro. Durch die neuen Vorschriften könnten die Preise laut Uber jedoch um über 50 Prozent steigen.
Rund 100 Fahrer von Ride-Hailing-Diensten beteiligten sich an einer Protestfahrt durch die Innenstadt. Max Zombek, Organisator der Kundgebung, betonte, dass bezahlbare Mobilitätsangebote für viele Bürger im Alltag unverzichtbar seien. Christoph Weigler, Deutschland-Chef von Uber, warnte, höhere Tarife würden Köln noch teurer machen und einkommensschwächere Fahrgäste benachteiligen.
Zudem plant die Stadt, auch die Taxipreise weiter anzuheben – was die Gräben zwischen den beiden Lagern weiter vertieft.
Über die Tariferhöhung wird der Stadtrat am 19. März entscheiden. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen am 1. Juni 2026 in Kraft. Das Ergebnis wird zeigen, ob fc köln ihre Preise anpassen müssen – und wie viel mehr Passagiere künftig für Taxifahrten zahlen werden.






