24 January 2026, 10:20

Kölns harter Schlag gegen Uber-Fahrzeuge: 140 Mietwagen stillgelegt

Eine Gruppe von Menschen, die auf Fahrrädern eine von Bäumen gesäumte Straße in Berlin, Deutschland, entlangfahren, mit Gebäuden auf beiden Seiten, einer Bushaltestelle auf der rechten Seite und einer Flagge, die auf einem der Gebäude weht, unter einem bewölkten Himmel.

Kölns harter Schlag gegen Uber-Fahrzeuge: 140 Mietwagen stillgelegt

Köln geht hart gegen Mietwagen vor, die von Fahrvermittlungsdiensten wie Uber und Bolt genutzt werden. Bis zum 24. Januar 2026 haben die Behörden die Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge mit Bußgeldern belegt und 140 illegale Wagen vom Verkehr ausgeschlossen. Die Maßnahme folgt auf Bedenken wegen weitverbreiteter Verstöße gegen Verkehrsgesetze.

Die stichprobenartigen Überprüfungen der Stadt begannen bereits im vergangenen Jahr und stellen die erste großangelegte Kontrolle von Mietwagenfirmen dar. Bei den untersuchten Fahrzeugen wurden 366 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – meist wegen Verstößen gegen die Personentransportvorschriften. Viele Fahrer missachteten die gesetzliche Pflicht, nach jeder Fahrt zur Betriebsstätte ihres Unternehmens zurückzukehren. Stattdessen warteten sie an stark frequentierten Orten wie dem Flughafen Köln/Bonn oder dem Hauptbahnhof auf neue Kunden.

Die Rückkehrpflicht zum Betriebsstandort würde, wenn sie konsequent durchgesetzt würde, das Geschäftsmodell von Uber und Bolt massiv beeinträchtigen. Längere Wartezeiten und höhere Kosten würden ihre Dienstleistung deutlich weniger effizient machen. Uber betont, dass alle Partnerunternehmen auf seiner Plattform die gesetzlichen Vorgaben einhalten müssten. Das Unternehmen besteht darauf, in Deutschland über keine eigene Flotte zu verfügen und diese auch nicht zu betreiben.

Unterdessen hat die Kölner Taxi-Genossenschaft rechtliche Schritte eingeleitet. Sie reichte über 100 Klagen gegen Uber- und Bolt-Fahrer wegen illegaler Fahrtdienstleistungen ein. In mehreren Fällen haben Gerichte bereits hohe Geldstrafen verhängt.

Auch die Zollbehörden ermitteln in weiteren Fällen. Sie verdächtigen viele Fahrer, Schwarzarbeit zu leisten und Sozialleistungen erschlichen zu haben. Separate Untersuchungen gegen Mietwagenfirmen wegen Steuerhinterziehung und ausstehender Sozialabgaben laufen noch.

Durch die verschärften Kontrollen wurden bereits 140 illegale Fahrzeuge vom Verkehr ausgeschlossen. Gerichte verhängen weiterhin Strafen, und die Ermittlungen zu Steuer- und Sozialbetrug dauern an. Die Aktion zeigt, vor welchen Herausforderungen Fahrvermittlungsdienste bei der Einhaltung lokaler Verkehrsgesetze stehen.