Kölner Polizei zerschlägt Fälscherbande mit gefälschten Pässen und Sprachzertifikaten
Ella KrausKölner Polizei zerschlägt Fälscherbande mit gefälschten Pässen und Sprachzertifikaten
Die Kölner Polizei hat drei Männer im Alter von 36, 40 und 54 Jahren unter dem Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in einer örtlichen Sprachschule, wo Beamte ein System mit gefälschten Pässen und Sprachzertifikaten aufdeckten. Den Ermittlern zufolge nutzte die Gruppe gefälschte Dokumente, um anderen illegal zum Erwerb deutscher Qualifikationen zu verhelfen.
Bei den Verdächtigen wurden deutsche Personalausweise mit ihren eigenen Daten gefunden. Daneben besaßen sie jedoch manipulierte Pässe aus Guinea, Ghana und Togo – jeweils mit verfälschten Personalseiten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer unter falscher Identität Deutschprüfungen ablegten, um Zertifikate für Dritte zu beschaffen.
Im Rahmen einer damit zusammenhängenden Durchsuchung in Hamburg wurde ein 34-jähriger Mann ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorläufig festgenommen. Die Aktion ist Teil einer groß angelegten Razzia gegen Dokumentenbetrug im Zusammenhang mit Integrations- und Aufenthaltsbestimmungen.
Die Staatsanwaltschaft Köln (Abteilung KK 35) leitet die laufenden Ermittlungen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu ähnlichen Fällen bundesweit, doch eine großangelegte Operation im Dezember 2025 zielte auf die flächendeckende Fälschung von Sprach- und Meisterbriefen in ganz Deutschland ab.
Die drei festgenommenen Männer bleiben wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an der Fälscherbande in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Anklagen wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Beihilfe zu illegalem Aufenthalt. Die Behörden prüfen weiterhin mögliche Verbindungen zu anderen Fällen gefälschter Zertifikate in Deutschland.






