Köln erhöht Taxipreise in zwei Stufen bis 2027 um bis zu 13 Prozent
Köln plant schrittweise Erhöhung der Taxipreise in den nächsten zwei Jahren
Die Stadt Köln will die Taxitarife in zwei Stufen anheben. Betroffen sind sowohl der Grundpreis als auch die Kilometerpauschale, zudem steigen die Wartezeitgebühren. Sollte der Plan umgesetzt werden, würden die Preise damit näher an denen anderer deutscher Städte liegen, in denen die Tarife bereits deutlich angehoben wurden.
Die erste Erhöhung tritt voraussichtlich am 1. Juni 2026 in Kraft. Der Kilometertarif steigt dann von 2,60 Euro auf 2,90 Euro, die Wartezeitkosten erhöhen sich von 0,50 Euro auf 0,60 Euro pro Minute. Eine typische Fahrt über sechs Kilometer mit vier Minuten Wartezeit würde damit 24,70 Euro kosten – rund 10 Prozent mehr als die aktuellen 22,50 Euro.
Weitere Anpassungen sind für den 1. März 2027 vorgesehen: Der Grundpreis erhöht sich leicht von 4,90 Euro auf 5,00 Euro, der Kilometertarif klettert auf 3,00 Euro. Dieselbe sechs Kilometer lange Fahrt würde dann 25,40 Euro kosten – ein Anstieg von fast 13 Prozent im Vergleich zum heutigen Preis.
Zudem plant die Kölner Verwaltung, die Regeln für individuell vereinbarte Pauschalpreise zu lockern, um eine größere Bandbreite an Festpreisen zu ermöglichen. Bevor die Änderungen greifen, muss der Stadtrat dem Vorhaben jedoch noch zustimmen. Ähnliche Tariferhöhungen gab es bereits in Nachbarstädten wie Kleve und Solingen, getrieben durch steigende Mindestlöhne und Betriebskosten.
Zwischen 2024 und 2026 stiegen die Taxipreise in vielen deutschen Großstädten deutlich: in Berlin um 15 Prozent, in Hamburg um 12 Prozent und in München um 10 Prozent. Hauptgründe waren höhere Sprit-, Energie- und Personalkosten sowie Anpassungen nach den Energiekrisen infolge des Ukraine-Kriegs.
Falls der Vorschlag angenommen wird, würden die Kölner Taxipreise dem bundesweiten Trend folgen. Besonders kurze Fahrten könnten überproportional teurer werden – einige Strecken würden bis 2027 rund 13 Prozent mehr kosten. Die Anpassungen spiegeln die anhaltenden Belastungen durch Inflation, Lohnsteigerungen und Energiekosten im Verkehrssector wider.






