Koa verwandelt Kakaofrucht-Abfall in Vitamin-Shots und hilft ghanaischen Bauern
Sophia KellerKoa verwandelt Kakaofrucht-Abfall in Vitamin-Shots und hilft ghanaischen Bauern
Deutsches Start-up Koa macht aus Kakaofrucht-Abfällen eine neue Einnahmequelle für ghanaische Bauern
Das Kölner Unternehmen Koa verwertet einen bisher ungenutzten Teil der Kakaofrucht und schafft damit ein zusätzliches Einkommen für Kleinbauern in Ghana. Jetzt hat das Start-up drei Vitamin-Shots aus Kakaofruchtsaft auf den Markt gebracht – und zahlt den Erzeugern deutlich mehr als herkömmliche Zertifizierungsprogramme. Jede Flasche deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und kommt ohne zugesetzten Zucker aus.
Koa mit Sitz in Köln arbeitet mit rund 5.000 Kleinbauern in Ghana zusammen, um das meist weggeworfene Kakaofruchtmark in verkaufsfähige Produkte zu verwandeln. Die neue Serie umfasst Koa Pure, Koa Boost und Koa Energize – jeweils in 60-Milliliter-Flaschen für 2,65 Euro. Die veganen Shots sind ab sofort in deutschen Einzelhandelsgeschäften und online erhältlich.
Bisher hat das Start-up 25 Millionen US-Dollar eingesammelt und betreibt eine eigene Fabrik in Akim Achiase im Osten Ghanas. Durch die Verarbeitung des Fruchtmarks verdienen die Bauern fast das Doppelte des Fairtrade-Aufschlags und mehr als das Sechsfache der Rainforest-Alliance-Prämien. Gleichzeitig reduziert das Verfahren Lebensmittelverschwendung, da ein bisher ungenutzter Teil der Frucht verwertet wird.
Koa ist nicht das einzige Unternehmen, das die Kakaofrucht neu denkt: Auch Blue Stripes, Cabosse Naturals, CaPao und Pacha de Cacao entwickeln Produkte aus der ganzen Frucht. Koa selbst arbeitet zudem mit der ETH Zürich und dem Schweizer Schokoladenhersteller Felchlin an einer Schokoladentafel, die vollständig aus der Kakaofrucht hergestellt wird.
Die neuen Vitamin-Shots sichern den Bauern ein stabiles, höheres Einkommen und verringern gleichzeitig Abfall in der Kakaolieferkette. Mit bereits 10.000 beteiligten Erzeugern könnte Koas Modell die Branche dazu bringen, die gesamte Kakaofrucht zu nutzen. Die Produkte sind jetzt in Deutschland erhältlich, eine weitere Expansion ist geplant.






