28 December 2025, 20:08

Klitschko besucht ukrainische Soldaten bei Panzer-Training in Deutschland

Zwei Soldaten mit einer Tasche vor ihnen, ein Stuhl und andere Gegenstände im Hintergrund.

Klitschko besucht ukrainische Soldaten bei Panzer-Training in Deutschland

Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Wladimir Klitschko, hat diese Woche mit einem überraschenden Auftritt auf einem deutschen Militärstützpunkt für Aufmerksamkeit gesorgt. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Boris Pistorius traf er dort ukrainische Soldaten, die an deutschen gepanzerten Fahrzeugen ausgebildet werden. Der Besuch unterstrich die anhaltende Unterstützung für die Ukraine, während sich der Krieg in der Ukraine dem ersten Jahrestag nähert.

Klitschko reiste nach Munster, wo ukrainische Truppen seit der Vorwoche ein sechswöchiges Trainingsprogramm an deutschen Panzersystemen durchlaufen. Der Lehrgang verläuft laut Berichten planmäßig und ohne größere Probleme.

Pistorius, der das Amt des Verteidigungsministers erst vor einem Monat übernommen hat, zeigte sich bereits intensiv in militärische Belange eingebunden. Zuvor hatte er Kiew besucht und auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten. Sein Auftreten unter den Soldaten signalisierte trotz seiner kurzen Amtszeit Vertrautheit mit den Abläufen der Bundeswehr.

Während des Besuchs bedankte sich Klitschko bei Deutschland für die militärische Unterstützung der Ukraine. Er appellierte an das anhaltende Vertrauen in die Fähigkeit seines Landes, der Invasion in der Ukraine standzuhalten. Botschafter Oleksii Makejev unterstrich diese Haltung und erklärte, die Ukraine könne mit fortgesetzter Rückendeckung "alles erreichen".

Der Termin fällt in eine Phase, in der in ganz Deutschland Proteste gegen Pistorius und die Bundesregierung geplant sind. Die Kundgebungen stehen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden ersten Jahrestag des Ukraine-Kriegs.

Das Ausbildungsprogramm für ukrainische Soldaten an deutschen Panzerfahrzeugen bleibt derweil im Zeitplan. Klitschkos Auftreten verstärkte die Forderungen nach weitergehender Unterstützung, während Pistorius weiterhin direkt in die militärischen Bemühungen in der Ukraine eingebunden ist. In den kommenden Tagen dürften sich angesichts des nahenden Jahrestags des Konflikts weitere öffentliche Reaktionen zeigen.