24 March 2026, 06:17

Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit harten Bewährungsstrafen für Aktivisten

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Abflugtafel mit einem Banner "Abgesagt wegen Klimakrise", mit Gepäck und Deckenleuchten im Hintergrund.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit harten Bewährungsstrafen für Aktivisten

Zwei Klimaaktivist:innen der Gruppe Letzte Generation sind nach der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im August 2024 verurteilt worden. Die Aktion führte zu massiven Behinderungen, zahlreichen Flugausfällen und finanziellen Verlusten für den Flughafen.

Das Duo – eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann – hatte sich mit Kleber auf einer Rollbahn festgeklebt und so für Stunden Starts und Landungen lahmgelegt.

Die Aktivist:innen waren zuvor durch das äußere Zaunsystem des Flughafens gedrungen, indem sie es mit Bolzenschneidern durchtrennten. Ihre Aktion zwang zur Streichung von 20 Flügen, ein Flugzeug musste nach Düsseldorf umgeleitet werden, drei weitere kehrten zum Gate zurück.

Rund 3.000 Passagiere waren direkt betroffen, weitere 13.000 hatten mit Verspätungen zu kämpfen. Der Flughafen bezifferte die Schäden auf mindestens 50.000 Euro.

Ein Gericht verurteilte den 27-Jährigen zu einer elfmonatigen Haftstrafe auf Bewährung, die 45-Jährige erhielt neun Monate, ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt. Beide müssen zudem jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Während Köln/Bonn besonders hart getroffen wurde, gab es am selben Tag ähnliche Proteste der Letzten Generation an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg. Andere deutsche Flughäfen meldeten an diesem Tag keine Blockaden.

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Die Verurteilungen folgen auf eine Aktion, die erhebliche Reisechaos und wirtschaftliche Schäden verursachte. Die Strafen für die Aktivist:innen umfassen Geldauflagen, Sozialstunden und bewährungsweise Haftstrafen. Der Fall zeigt die anhaltenden Auswirkungen klimabezogener Demonstrationen auf kritische Infrastruktur auf.

Quelle