Kerendia-Studie zeigt Durchbruch bei chronischen Nierenerkrankungen – doch Schulden belasten
Lotta WagnerKerendia-Studie zeigt Durchbruch bei chronischen Nierenerkrankungen – doch Schulden belasten
Eine neue klinische Studie hat vielversprechende Ergebnisse für das Medikament Kerendia geliefert. Die Phase-III-Studie zeigte signifikante Verbesserungen der Nierenfunktion bei Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung. Investoren reagierten positiv – der Aktienkurs stieg um 4,71 % auf 40,25 Euro.
Die FIND-CKD-Studie bestätigte, dass Finerenon (Handelsname: Kerendia) sein primäres Ziel bei Erwachsenen mit chronischer Niereninsuffizienz ohne Diabetes erreichte. Bisher ist das Medikament nur für Nierenpatienten mit Typ-2-Diabetes und bestimmten Herzinsuffizienz-Erkrankungen zugelassen. Das Unternehmen beabsichtigt nun, eine erweiterte Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen, was den Markt deutlich ausweiten könnte.
Gleichzeitig bleiben die finanziellen Belastungen hoch. Für 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, bei einer Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro. Hohe Prozesskosten belasten zusätzlich die Liquidität und verstärken die Sorgen der Anleger.
Auch rechtlich steht das Unternehmen vor wichtigen Weichenstellungen: Der US-Supreme Court wird am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup-Produkten führen; eine Entscheidung wird bis Mitte Juni erwartet. Investoren verfolgen den Prozess genau, da er Auswirkungen auf den Schutz der Glyphosat-Lieferketten haben könnte.
Am selben Tag findet die Hauptversammlung des Unternehmens statt, auf der die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen werden.
Die erfolgreichen Phase-III-Ergebnisse für Kerendia könnten zu einer breiteren Zulassung und einer größeren Patientengruppe führen. Dennoch bleiben finanzielle und rechtliche Herausforderungen bestehen – Prozesskosten und Schulden belasten die Unternehmensperformance. Die anstehende Entscheidung des Supreme Courts zu den Roundup-Etiketten wird voraussichtlich das künftige Marktvertrauen prägen.