Karim Aïnouz' Rosebush Pruning polarisiert bei der Berlinale 2025 mit scharfem Familiendrama
Ella KrausKarim Aïnouz' Rosebush Pruning polarisiert bei der Berlinale 2025 mit scharfem Familiendrama
Weltpremiere von Rosebush Pruning bei der Berlinale 2025
Am vergangenen Wochenende feierte Rosebush Pruning seine Weltpremiere auf der Berlinale 2025. Der beißende Satirefilm des brasilianisch-algerischen Regisseurs Karim Aïnouz, der in Berlin lebt, erzählt die Geschichte von vier amerikanischen Geschwistern, die sich mit Familiengeheimnissen und Isolation auseinandersetzen müssen. In der Hauptrolle ist Callum Turner zu sehen. Besonders Aufmerksamkeit erregte die Veranstaltung durch den überraschenden Auftritt des Popstars Dua Lipa, die gemeinsam mit ihrem Verlobten Turner auf dem roten Teppich erschien.
Der Film begleitet eine wohlhabende, aber zerrüttete Familie, die sich mit ererbten Lügen und dem Zusammenbruch ihrer Beziehungen konfrontiert sieht. Aïnouz, bekannt für seine mutige Erzählweise, lässt sich dabei von Werken wie Marco Bellocchios Faustrecht der Freiheit inspirieren. Sein neues Projekt setzt diese Tradition fort und bietet eine scharfe Abrechnung mit Privilegien und Dysfunktion.
Auf der Pressekonferenz zum Film musste sich Turner Fragen zu Gerüchten stellen, die ihn mit der Rolle des nächsten James Bond in Verbindung bringen. Der Schauspieler wischte die Spekulationen beiseite und bezeichnete sie als "viel zu früh", um darüber zu sprechen. Sein Kollege Tracy Letts lockerte die Stimmung auf, indem er scherzhaft behauptete, er sei der eigentliche Kandidat für die Rolle des 007.
Die Premiere war zugleich eine Valentinsfeier für Turner und Lipa. Das Paar betrat den roten Teppich in abgestimmten Outfits – Lipa in einem romantischen, durchsichtigen Spitzenkleid, Turner in einem schicken braunen Anzug – und verleiht damit dem Abschlussabend des Festivals eine extra Portion Glamour.
Rosebush Pruning ist ein weiterer gewagter Streifen in Aïnouzs Werk, der schwarzen Humor mit Familiendrama verbindet. Die Berlinale-Vorführung unterstrich sowohl die zentralen Themen des Films als auch das mediale Interesse an seinem aufstrebenden Hauptdarsteller. Mit Turners Leistung im Rampenlicht dürften die Diskussionen über seine künftigen Rollen weiter anhalten.