07 May 2026, 18:13

IW drängt auf EU-Handelsabkommen mit Golfstaaten trotz Nahost-Konflikte

Liniengraph, der die US-Öl- und Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IW drängt auf EU-Handelsabkommen mit Golfstaaten trotz Nahost-Konflikte

Deutsches Wirtschaftsinstitut (IW) fordert engere Handelsbeziehungen zwischen EU und Golfstaaten

Trotz der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten sieht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) klare wirtschaftliche Vorteile für beide Regionen und plädiert für eine Stärkung der Handelsverbindungen zwischen der EU und den Golfstaaten. Ein neues Handelsabkommen könnte wichtigen Branchen auf beiden Seiten neue Chancen eröffnen.

Noch im Jahr 2004 stammten 26 Prozent aller Importe der Golfstaaten aus der EU – doch bis 2024 war dieser Anteil auf nur noch 18 Prozent gesunken**. Das IW warnt, Europa verliere an Boden, während Konkurrenten die Lücke füllten.

Deutschland exportiert bereits Fahrzeuge, Pharmaprodukte und Maschinen in die Region. Nun schlägt das IW vor, die EU könnte zusätzlich kohlenstoffarmen Stahl und günstigen Wasserstoff aus den Golfstaaten importieren. Ein solches Abkommen würde Europa helfen, seine Klimaziele zu erreichen, und gleichzeitig den Zugang zu wichtigen Rohstoffen sichern.

Der Krieg im Nahen Osten hat die Energieinfrastruktur in der Golfregion schwer beschädigt. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern und schafft damit eine starke Nachfrage nach deutschen Ingenieursdienstleistungen. Gleichzeitig suchen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate aktiv nach neuen Handelspartnern, um ihre Abhängigkeit von traditionellen Lieferanten zu verringern.

Die Empfehlung des IW ist eindeutig: Ein formelles Handelsabkommen würde beiden Seiten nutzen. Es würde europäischen Unternehmen den Zugang zu den Golfmärkten erleichtern und den Golfstaaten helfen, ihre Wirtschaft zu diversifizieren.

Ein solches Abkommen könnte die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und der Golfregion neu gestalten. Deutsche Hersteller könnten Aufträge für den Infrastrukturausbau erhalten, während Europa Zugang zu saubereren Industrieprodukten bekäme. Nun liegt der Vorschlag des IW bei den EU-Politikern – eine Antwort steht noch aus.

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