18 February 2026, 06:24

Ibbenbüren baut Europas größten grünen Stromspeicher auf altem Zechengelände

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Ibbenbüren baut Europas größten grünen Stromspeicher auf altem Zechengelände

Ibbenbüren verwandelt sein altes Steinkohlebergwerk in einen der größten Batteriespeicher Europas

Mit einer Investition von 300 Millionen Euro soll auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks einer der größten grünen Stromspeicher des Kontinents entstehen. Hundert LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) werden künftig erneuerbare Energien für Westfalen und das Ruhrgebiet speichern. Lokale Verantwortliche bezeichnen das Vorhaben als Meilenstein im Wandel der Region von der Kohle zur grünen Energie.

Die Anlage entsteht auf dem Gelände des 2018 stillgelegten Kohlekraftwerks, dessen bestehende Hochspannungs-Anbindung sie ideal für die Speicherung von Strom aus norddeutschen Windparks macht. Nach der Inbetriebnahme könnte das System bis zu 500.000 Haushalte zweimal täglich mit 1,9 Gigawattstunden Energie versorgen.

Der Großspeicherverband (GFGBA) plant, das Projekt bis Herbst 2028 zu realisieren – Verzögerungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. Die Batterien, ähnlich denen in Elektroautos, sollen Überschussstrom aus Windkraft speichern und bei Spitzenlast abgeben. Bürgermeister Marc Schrameyer (SPD) nennt die Initiative einen "grünen Stromstecker" für die Region.

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Über die Energiespeicherung hinaus will die Stadt das ehemalige Bergwerk und Kraftwerk zu einer neuen Industrie- und Gewerbezone umgestalten. Dies passt in die allgemeine Abkehr Münsterlands von der Kohle, die durch Bundes- und Landesmittel zur Stilllegung unwirtschaftlicher Bergwerke unterstützt wird.

Gelingt das Vorhaben, könnte Ibbenbüren zu einem zentralen Energie-Knotenpunkt der Region werden. Die 300-Millionen-Investition würde nicht nur Backup-Strom liefern, sondern auch den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Der Erfolg hängt davon ab, ob der Zeitplan bis 2028 gehalten wird und der Betrieb langfristig gesichert ist.