18 April 2026, 00:21

Hürths AOK-Gebäude wird zum nachhaltigen Forschungsprojekt statt zur Baustelle

Ein belebter Stadtplatz mit Außensitzgelegenheiten, Straßeneinrichtungsgegenständen, Bäumen und einer bewölkten Himmel.

Hürths AOK-Gebäude wird zum nachhaltigen Forschungsprojekt statt zur Baustelle

Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth markiert einen wichtigen Schritt im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux. Statt die Materialien zu entsorgen, arbeitet die Stadt mit der RWTH Aachen zusammen, um sie für Forschungszwecke wiederzuverwenden. Die Initiative geht auf einen Beschluss aus dem Jahr 2023 zurück, der vorsieht, wiederverwendbare Materialien vor großflächigen Abrissarbeiten zu prüfen.

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Bevor die Abrissarbeiten begannen, identifizierte und entfernte die Stadt gefährliche Stoffe sicher vom Gelände. Eine Bestandsaufnahme ergab, dass sich Materialien wie Metallplatten, Handläufe, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke wiederverwenden ließen. Ein kommerzieller Verkauf dieser Materialien erwies sich jedoch als unwirtschaftlich, weshalb eine Kooperation mit akademischen und industriellen Partnern ins Leben gerufen wurde.

Am Projekt Lebensader Lux sind nun die RWTH Aachen, das Projekt TARGET-X, die Center Construction Robotics GmbH, die Concular GmbH sowie die Rhiem & Sohn Kies und Sand GmbH & Co. KG beteiligt. Ausgewählte Materialien werden zu einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzstandort nach Aachen transportiert. Dort fließen sie in das europäische Target-X-Projekt ein, das sich auf innovative Forschungs- und Lehrmethoden im Bauwesen konzentriert.

Das ehemalige AOK-Gelände selbst wird zu einem modernen Gebäude und einem neuen Platz umgestaltet. Geplant sind ein Wasserspiel, Grünflächen und hochwertige öffentliche Einrichtungen. Dieser Ansatz entspricht den Nachhaltigkeitszielen, indem die Wiederverwendung von Materialien Vorrang vor Abfall hat.

Das Projekt zeigt, wie städtische Neugestaltung durch kluge Partnerschaften Abfall reduzieren kann. Die Materialien aus dem AOK-Gebäude dienen nun der Forschung statt der Deponie. Gleichzeitig erhält der Standort in Hürth moderne Infrastruktur und attraktive öffentliche Räume.

Quelle