04 February 2026, 22:37

Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Mrd. Euro – Strategiewechsel im Industriegeschäft

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Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Mrd. Euro – Strategiewechsel im Industriegeschäft

Henkel hat Pläne bekannt gegeben, den niederländischen Spezialchemiehersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro zu übernehmen. Der Deal ist Teil einer umfassenderen Strategie, um den Fokus auf das lukrativere Industriegeschäft zu verlagern. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel hat diesen Schritt offen als zentrale Priorität für die Zukunft des Unternehmens bezeichnet.

Die Übernahme von Stahl, die im Januar 2026 noch in Verhandlung steht, ist bisher noch nicht abgeschlossen. Sollte sie zustande kommen, würde sie die Klebstoffsparte von Henkel stärken und die kombinierten Umsätze von Stahl und ATP Adhesive Systems auf nahezu eine Milliarde Euro steigen lassen. Investoren reagierten positiv: Nach der Ankündigung stieg der Henkel-Aktienkurs um etwa 1 %.

Henkel bleibt weiterhin ein führender Akteur im Bereich Klebstoffe und Spezialchemikalien. Das Unternehmen nimmt global eine starke Position ein – neben Konkurrenten wie 3M, Huntsman und Evonik. Die Transaktion unterstreicht den Kurs des Konzerns, die Abhängigkeit von schwächeren Konsumgütermarken zu verringern und stattdessen im Industriebereich zu wachsen.

CEO Carsten Knobel hat die strategische Bedeutung dieses Wandels hervorgehoben. Ziel der Neuausrichtung ist es, die Profitabilität durch Fokussierung auf Bereiche mit höherem Wachstumspotenzial und stärkeren Margen zu steigern.

Die geplante Übernahme von Stahl würde einen wichtigen Meilenstein in Henkels Umstrukturierungsbemühungen darstellen. Falls die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, würde der Deal das Klebstoffgeschäft des Konzerns festigen und seine Marktausrichtung neu prägen. Damit würde Henkel seine Position als globaler Spitzenreiter in der Spezialchemie weiter ausbauen.